Hein: Linz nicht länger Müllentsorgungs- und Umstiegsknoten für Schiffstourismus

Redereien und Tourismusverband müssen Linz als inhaltlichen Programmpunkt aufnehmen

Die Linzer Schiffsanlegestellen sind ausgelastet, der Donautourismus boomt. Die Vielzahl an Touristen, die dadurch in Linz anlandet, sollte ein Grund zur Freude sein. Doch leider nur auf den ersten Blick. „Die Stadt Linz profitiert nur in äußerst überschaubarem Ausmaß von der boomenden Schiffstouristik! Ausländische Busunternehmen, vorwiegend aus Deutschland, holen die Touristen direkt von der Anlegestelle ab und bringen sie zu Ausflugszielen jenseits von Linz wie etwa ins Salzkammergut oder nach Böhmen“, berichtet Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein: „Auch die Gastronomie hat nicht wirklich etwas davon, denn Kost und Logis sind auch bei Donaukreuzfahrten ‚all inclusive‘. Zudem wird die Versorgung meist aus Deutschland organisiert.“

Für Linz bleiben nur Tonnen an zurückgelassenem Müll und die Abgase von Schiffen sowie (meist ausländischen) Bussen. Hein will vor allem den Tourismusverband aber auch die Redereien in die Pflicht nehmen, Linz mehr zu würdigen: „Linz verfügt über ein umfangreiches Kultur und Freizeitangebot, über eine ausgezeichnete Gastronomie und die Landstraße zählt zu den beliebtesten Einkaufsstraßen in Österreich. Es ist nicht notwendig, dass potentielle Linz Touristen in Scharen von Linz weggekarrt werden! Es kann auch nicht sein, dass Linz größtenteils nur für ‚niedrige Dienste‘ herhalten muss, aber am eigentlichen Erfolg der Schifffahrtstouristik kaum partizipiert!“

Umso unverständlicher ist es für Hein, dass der Tourismusverband und auch die WKO einen Ausbau des Donauparks wünschen. „Sogar eine eigene Abfahrt von der Neuen Donaubrücke für Busse ist angedacht. Aber zu welchem Zweck? Damit potentielle Gäste noch einfacher und schneller aus Linz in andere Städte abtransportiert werden können? Der Weg muss in eine ganz andere Richtung gehen. Die negativen Auswirkungen für die Stadt müssen beseitigt und die Stadt in den Programmen besser gewürdigt werden“, fordert Hein, der sich auch in letzter Konsequenz eine drastische Zufahrtseinschränkung zur Lände vorstellen kann.

Hier ein Link zum Video der aktuellen Situation: https://www.facebook.com/linza.magazin/videos/2142872092681141/