Hein: Linz investiert wesentlich stärker in die Radinfrastruktur als kritisiert wird

Kostenübersicht räumt mit der Mär der zu geringen Radinvestitionen auf

In einer ständig dichter werdenden Stadt wie Linz gewinnt der Radverkehr zunehmend an Bedeutung. „Die Wahrnehmung des Fahrrads muss sich deshalb vom Sport- und Freizeitgerät hin zu einer echten Mobilitätsalternative zum KFZ wandeln. Die erfreulichen Zahlen an der Radzählstation auf der Nibelungenbrücke (2018 ca. 710.000 Radfahrer) zeigen, dass unsere gesetzten Maßnahmen wirken. Neben dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs ist vor allem die sanfte Mobilität zu forcieren“, erklärt Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein: „Zahlreiche Radprojekte stehen 2019 in der Pipeline oder wurden bereits umgesetzt. Die Kostenübersicht für 2019 weist Investitionen von 742.000 Euro auf.“

Aber nicht nur diese Investitionen werden für ein attraktiveres Radfahren aufgewendet. „Wir haben auch bei der ÖBB-Unterführung in der Dinghoferstraße 3 Mio. Euro mitgezahlt, damit neben Abbiegespuren auch genug Platz für Radwege eingeräumt wurde. Die großzügigen Rad- und Gehwege auf den neuen Donaubrücken werden von Kritikern nur zu gerne ignoriert. Auch hier ist anzumerken, dass deren Kosten mehrere Mio. Euro betragen“, zeigt Hein auf: „Wenn man bedenkt, dass für Gemeindestraßen ca. 1,2 Mio. Euro veranschlagt sind, sind wir im Vergleich mit den Ausgaben für die Radinfrastruktur nicht so schlecht unterwegs, so wie es manche behaupten!“

„Brücken, Sonderprojekte oder Radwege, die im Zuge neuer Straßen (z. B. Begleitstraße Pichling) gemeinsam errichtet  werden, werden größtenteils nicht über das Radbudget abgerechnet. Für solche Projekte gibt es im Budget eigene Finanzpositionen! Aber schlussendlich zählen nicht die Zahlenspiele, sondern ausschließlich die umgesetzten Projekte, die den Radfahrern zugutekommen. Mit der Fortführung des konsequenten Ausbaus der Radinfrastruktur und begleitender Bewusstseinsbildung wird es uns auch gelingen, den Anteil des Radverkehrs zu erhöhen!“, merkt Hein abschließend an.

Nachstehend die Investitionen für 2019:

Radwegschluss: Untere Donaulände……………………………………58.523,– (3. Tranche)
Geh- und Radwegverbindung Hafenstraße Petzoldstraße………196.800,–
Radwegsanierung Wienerstraße………………………………………….37.000,–
Radweg Bernaschekplatz……………………………………………………29.846,–
Radweg Waldeggstraße……………………………………………………..118.000,–
Radwegbrücke Aumühlbach………………………………………………..40.000,–
Herstellung Geh- u. Radweg Ramsauerstraße……………………….55.000,–
Radweg Dauphinestraße…………………………………………………….26.000,–
Farbliche Übergänge………………………………………………………….25.000,–
Geh- u. Radweg Reindlstraße……………………………………………..34.000,–
Radwegrampe Zelkingerstraße…………………………………………….3.536,–
Bike & Ride-Anlage Mühlkreisbahnhof…………………………………58.000,–
Verbindung Moosfeldstraße………………………………………………….6.000,–
Radabstellanlagen……………………………………………………………..30.000,–
Maßnahmen Bewusstseinsbildungen……………………………………25.000,–
——————————————————————————————————
Summe        742.705,– *)
===========================================================
*) Kostenanteil Donaubrücken und ÖBB-Unterführung sind in der Auflistung nicht inkludiert!