Hein: Linz im TomTom-Stau-Index top – ein Platz konnte sogar gut gemacht werden

Durch Realisierung zahlreicher Großprojekte wird sich die Situation noch merklich bessern

Die Stauhauptstadt in Österreich ist – wenig überraschend – Wien, gefolgt von Salzburg, Graz und Innsbruck. Erst auf dem fünften Platz reiht sich unsere oberösterreichische Landeshauptstadt Linz ein. Der Autofahrer verliert in diesen Städten also deutlich mehr Zeit in den abendlichen oder morgendlichen Stoßzeiten. „War Innsbruck noch bei der Erhebung für 2016 vor Linz, so konnten wir 2017 und 2018 einen Platz gut machen. Auch im Europavergleich macht Linz eine gute Figur. So stehen die Linzer sogar weniger im Stau als die Bewohner der Radhochburgen Kopenhagen und Amsterdam. Es zeigt sich, dass unsere Verkehrsmaßnahmen, wenn sie auch für den einen oder anderen nicht so erfreulich sind, wirken“, berichtet Infrastrukturreferent Markus Hein erfreut.

Während die Stau-Tendenz in den verglichenen Städten meist zunimmt, bleiben die Stauzeiten in Linz relativ konstant. Die Erhebung beruht auf Daten, die TomTom-Geräte während der Fahrt laufend aufzeichnen. Aus ihnen werden die Verkehrsinformationen in Echtzeit berechnet und daraus der jährliche „Stau-Index“ abgeleitet. Dieser Index beschreibt die prozentuale Veränderung der Verzögerungen von Fahrten durch verkehrsbedingte Behinderungen. Die meiste Zeit raubt vor allem die abendliche Stoßzeit. Sie führt in vielen internationalen Städten sogar zu einer Verdoppelung der Fahrzeit.

„Natürlich gibt es noch Luft nach oben“, schätzt Hein die Situation ein: „Wir konnten trotz stark angeschlagener Infrastruktur mit unseren Maßnahmen sogar einen Platz gut machen. Linz nimmt aktuell nur mehr den fünften Platz in Österreich ein. Trotzdem sind durchschnittlich 73 Stunden Stauzeit für jeden staugeplagte Verkehrsteilnehmer pro Jahr noch zu hoch.“ Eine spürbare Verbesserung werde es in absehbarer Zeit wirklich geben, verspricht Hein: „In Linz werden derzeit beispielsweise vier neue Donauquerungen gebaut. Ab 2020 wird jährlich eine neue Brücke eröffnet. Aber auch in Bezug auf unsere Fahrradinfrastruktur tut sich einiges. So werden zahlreiche neue Radwege oder Radhauptrouten errichtet und damit der Wechsel vom Auto auf das Rad noch angenehmer. Auch große ÖV-Projekte sind in Planung und stehen vor der Umsetzung. Diese werden, sobald sie in Betrieb gehen, die größten Umwelt- und Klimaschutzprojekte, die Linz je gesehen hat.“