Hein: In Linz soll es zukünftig keine Kies- oder Schotterflachdächer mehr geben

Linz baut Vorreiterrolle bei Dachbegrünung weiter aus – extensive Dachbegrünung Minimum

„Die letzten heißen Tage lösen naturgemäß Diskussionen rund um das Thema Urbanität und Hitzeinsel aus. Statt Klimanotstände oder andere populistische Panikmache sollte sich jeder Referent selbst die Frage stellen, was kann ich gegen den sogenannten Hitzeinseleffekt in der Stadt tun“, erklärt Infrastrukturreferent Markus Hein: „Wir Freiheitlichen sind davon überzeugt, dass die beste Stadtklimaanlage mehr Grün ist. Deshalb haben wir bereits eine Baumoffensive für das gesamte Stadtgebiet angekündigt!“

Der Linzer Grünflächenplan und das Grünlandkonzept (ÖEK) behandeln bereits wesentliche Strategien gegen den „Urban Heat Islands Effekt“. Manche Maßnahmen sind aber noch zu wenig verbindlich in Bebauungsplänen verankert und genau dort will Hein als zuständiger Referent nun nachschärfen: „Es gibt bei den meisten Bebauungsplänen zwar die Vorgabe, Dachbegrünungen als Ersatzmaßnahme vorzunehmen. Dies soll sich aber in Zukunft so ändern, dass zumindest eine extensive Dachbegrünung bei Flachdächern in jedem Fall verpflichtend ist!“

Eine extensive Dachbegrünung ist nicht wesentlich teurer als ein Flachdach mit Kiesschicht. Nach wenigen Jahren tritt sogar ein Spareffekt ein. Räume unter einem Flachdach sind ungefähr 3 – 4 Grad kühler als unter einer Steinschicht. Außerdem hält die Dachfolie wesentlich länger, weil sie nicht der UV-Strahlung ausgesetzt ist. Es spielt auch keine Rolle, wenn diese Flächen an heißen Tagen austrocknen. Auch Photovoltaik und Dachbegrünung funktionieren gemeinsam. Die Kühlwirkung ist trotzdem besser als bei einem anderen Dach. Denkt man sich noch ein Bewässerungssystem dazu, ist sogar durch den Verdunstungseffekt eine zusätzliche Abkühlung erreichbar: „Verbindliche Dachbegrünungen könnten – sofern rechtlich möglich – mittels Ediktalverfahren für alle bestehenden Bebauungspläne nachgerüstet werden!“, so Hein abschließend.