Technische und zeitliche Komponenten sprechen eindeutig dagegen

Hein„Im Rahmen der Begleitmaßnahmen zum Abriss der Eisenbahnbrücke wurde selbstverständlich auch geprüft, ob es möglich ist, eine Behelfsbrücke durch das österreichische Bundesheer errichten zu lassen. Das Ergebnis ist nach Rücksprache mit dem Militärkommando OÖ eindeutig. Eine zeitnahe Übergangslösung ist nicht machbar“, erklärt der freiheitliche Infrastrukturstadtrat Markus Hein.

„Es gibt mehrere Gründe, warum die Umsetzung einer ‚Behelfsdonaubrücke‘ durch das Bundesheer zeitnah nicht machbar und auch nicht sinnvoll ist: Die enormen Breite der Donau, die zu überbrücken wäre, stellt eine große technische Herausforderung dar. Zum Bau einer Behelfsbrücke müssten sogenannte D-Brückengeräte (vormontierte Behelfsbrückenteile) seitens des Bundesheeres in ausreichender Stückzahl vorhanden sein. Zwar könnte man theoretisch mit allen vorhandenen D-Brückengeräten (auch aus den anderen Bundesländern) die Donau überspannen, allerdings wäre der Katastrophenschutz im Falle eines Hochwassers in Österreich dann nahezu handlungsunfähig. Weiters muss auch für eine Behelfsbrücke ein (zeitlich) aufwendiges Behördenverfahren durchgeführt werden“, so Hein weiter.

„Sehr verwundert bin ich, dass gerade die Grünen – als erklärte Militärgegner – nunmehr am Lautesten nach der Hilfe unseres Bundesheeres schreien. Es ist geradezu grotesk, einerseits das Ansehen unseres Heeres bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu beschmutzen und andererseits bei der ersten Unannehmlichkeit sofort nach der Hilfe des Bundesheeres zu rufen. Fakt ist, dass die ÖVP und die SPÖ – unter eifriger Mithilfe ihrer grünen Steigbügelhalter – die österreichische Landesverteidigung samt Katastrophenschutz systematisch zerstört haben“, erklärt Hein abschließend.