Hein: Grüne Welle für Radfahrer soll geprüft werden

Neue Technik könnte Radfahren in Linz noch attraktiver machen

Die optimale Strategie im urbanen Raum gegen den täglichen Stau und die mangelhafte Luftqualität ist die Attraktivierung des Radverkehrs. Das Linzer Radwegenetz braucht den österreichischen Städtevergleich zwar nicht zu scheuen, hat aber – so wie auch in andere Städte – Schwachstellen, die es zu beseitigen gilt. „Wollen wir den Radverkehrsanteil deutlich steigern, müssen wir an mehreren Schrauben drehen. Neben vorhandenen Radlücken, sind beispielsweise auch lange Wartezeiten an Verkehrslichtsignalanlagen ein großes Ärgernis“, berichtet Infrastrukturstadtrat Markus Hein: „Es muss uns gelingen, unnötige Wartezeiten zu minimieren. Technische Lösungsvorschläge, die eine grüne Welle für Radfahrer versprechen, gibt es bereits!“

„Ein interessanter Ansatz eines renommierten Unternehmens ermittelt beispielsweise über das Smartphone eines Fahrradfahrers die Position, Geschwindigkeit und Fahrtrichtung. Passiert der Radfahrer einen virtuellen Auslösepunkt, kann die Ampelsteuerung – ähnlich wie bei der Anmeldung öffentlicher Verkehrsmittel – entsprechend beeinflusst werden“, erklärt Hein weiter: „Wenn sich also der Fahrradfahrer einer Kreuzung nähert, schaltet die Ampel im günstigen Fall automatisch auf grün oder die Grünphase wird entsprechend verlängert.“

Hein könnte sich ein Pilotprojekt, speziell an Kreuzungen mit dem untergeordneten Straßennetz entlang des City-Radweges oder der Wienerstraße vorstellen, weist aber darauf hin, dass die bestehenden Verkehrslichtsignalanlagen diese Technik prinzipiell unterstützen müssen. „Die technische Umsetzbarkeit, welche Adaptierungen konkret notwendig sind und auch die zu erwarteten Kosten, soll die zuständige Fachabteilung im ersten Schritt abklären“, so Hein abschließend.