Hein: Grüne Superblocks sind für Linz reiner Marketing-Gag

Grüner ZickZack-Kurs hinterlässt Verwirrung und Beigeschmack der Ungleichbehandlung

„Die Grüne Gemeinderatsfraktion hat in der vergangenen Gemeinderatssitzungen einmal mehr eine typische Nebelgranate gezündet. Der Antrag auf Einrichtung von Superblocks in Linz ist wohl als reiner Versuch zur Befriedigung des eigenen Klientels zu werten. Denn damit wurde ein Antrag eingebracht, welcher nicht nur hinsichtlich der Umsetzbarkeit absurd ist, sondern auch Fragen hinsichtlich der Konsequenz der Grünen Stadtpolitik aufwirft“, so der freiheitliche Vizebürgermeister Markus Hein.

Superblocks sind speziell konzipierte Stadtviertel welche in manchen, mit Linz nicht vergleichbaren, Großstädten bereits eingerichtet wurden. Das bedeutendste Merkmal dieser Superblocks ist, dass mehrere anliegende Straßen, die im Inneren des Blocks liegen, verkehrsberuhigt werden, und andere als Durchzugsstraßen des Verkehrs dienen. Das hat zur Folge, dass ein Teil der Bewohner dieser Superblocks mit nahezu dem gesamten Verkehr konfrontiert wäre. Die Grünen werden doch nicht ernsthaft annehmen, dass wegen eines Superblocks sich der Arbeits- und Berufsverkehr in Luft auflösen wird!

„Aufgrund der engmaschigen Struktur der Stadt Linz können solche Superblocks bei uns nicht sinnvoll eingerichtet werden. Was aber besonders erstaunt: Während die Grünen Stimmungsmache hinsichtlich der verkehrsberuhigten Straßen betrieben haben, lehnten sie den Antrag ‚Ausbau Reindlstraße‘ ab, der aber eine Voraussetzung für eine Verkehrsberuhigung der Hauptstraße wäre. Die damalige Argumentation der Grünen: ‚Bewohnern der Reindlstraße würden dadurch einer größeren Verkehrsbelastung ausgesetzt sein.‘ Was nun?“ fragt sich Hein: „Auf der einen Seite eine Verkehrsberuhigung fordern, aber Umlenkungsmaßnahmen ablehnen passt nicht wirklich zusammen. Die Grüne Gemeinderatsfraktion ist intern anscheinend zwischen unterschiedlichen Flügeln hin- und hergerissen. Es wundert daher nicht, dass der Antrag abgelehnt wurde. Ich rate den Grünen deshalb zu einer ehrlichen und umfassenden Selbstreflexion“, so Hein.

Verärgert ist Hein vor allem über die augenscheinlich systematisch spaltende Absicht der Grünen gegenüber den Linzern und Linzerinnen. Während manchen die volle Verkehrsbelastung zugemutet werden soll, sollen andere in den vollen Genuss von verkehrsberuhigten Straßen kommen. „Für mich ist klar: Wir werden vom bestehenden System der Gleichbehandlung nicht abrücken. Ein grünes Fantasie-System, welches die Einen bevorzugt und die Anderen benachteiligt, wird es mit uns nicht geben!“, so Hein abschließend.