Hein: Gebetshäuser in Wohnvierteln sorgen bei ortsansässigen Bewohner zunehmend für Unmut

Oberösterreichische Raumordnung muss flexibler und kundenorientierter werden

Zwei Gebetshäuser in Kleinmünchen verursachen regelmäßig Verkehrsprobleme für die dortigen Bewohner. Die ohnehin schon angespannte Parkplatzssituation im Bereich Flötzerweg/Dauphinestraße wird dadurch weiter verschärft. „Bereits mehrfach haben wir kritisiert, dass Gebetshäuser direkt in Wohnsiedlungen errichtet werden. Vor allem, wenn diese ihr Klientel nicht aus der unmittelbaren Nachbarschaft, sondern aus anderen Stadtteilen oder sogar dem Umland anziehen, verursachen sie meist Konflikte mit den Bewohnern. In der Stadt fehlt uns die rechtliche Handhabe, gegen diesen Wildwuchs effizient vorzugehen. Es zeigt sich hier sehr deutlich eine Schwäche der oberösterreichischen Raumordnung, die eine explizite Sonderwidmung für Gebetsräume nicht vorsieht“, erklärt der freiheitliche Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein.

„Gastwirte oder Geschäftslokale werden oftmals sogar strenger behandelt als religiöse Zentren. Es liegt in der Natur der Sache, dass Gebetsräume im Rahmen von religiösen Feiern auch starke Verkehrsverursacher sind. Dies wurde in der Vergangenheit auf Landesebene – vor allem von der ÖVP –  zu wenig berücksichtigt“, ergänzt Hein: „In Nebenstraßen mit Gegenverkehr kommt es wegen den mangelnden Platzverhältnissen oft zu prekären Situationen – dem will ich nun Abhilfe verschaffen.“

„Wir sind mit dem Stadtpolizeikommando Linz im engen Kontakt. Die Polizei wird zukünftig auf die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung in diesem Bereich noch mehr achten. Damit es aber zu keinen Missverständnissen kommt, werden wir auch ein einseitiges Halteverbot in betroffenen Straßen prüfen. Ich bin hoch motiviert, den Bewohnern vor Ort mit dieser Maßnahme Abhilfe zu schaffen“, so Hein abschließend.