Begegnungszone konnte vorhandenes Potential nicht ausschöpfen

Hein„Die vor einigen Jahren errichtete Begegnungszone im Süden der Landstraße zwischen Bismarck- und Goethestraße hat den Autoverkehr beruhigt und brachte mehr Publikum in diesen Bereich. Das volle Potential, das die südliche Landstraße aber bieten könnte, wurde durch diese Umgestaltung allerdings nicht ausgeschöpft“, berichtet der freiheitliche Infrastrukturstadtrat Markus Hein: „Nach wie vor hemmt der noch vorhandene Autoverkehr in dem Bereich die Weiterentwicklung und so bleibt dieser Teil das Stiefkind der Landstraße.“

„Immer lauter wird in der letzten Zeit der Wunsch vieler ortsansässiger Unternehmer, die südliche Landstraße in eine Fußgängerzone umzugestalten. Ungeachtet dessen sieht die Wirtschaftskammer – als angebliche Interessenvertretung der Wirtschaftstreibenden – hier keinen Handlungsbedarf. Ich bin deshalb direkt mit den Anrainern in Kontakt getreten, die selbstständig entsprechende Erhebungen durchgeführt haben. Insgesamt wurden im Bereich der südlichen Landstraße 69 Betriebe zur Befragung ausgewählt, von denen 65 befragt werden konnten. 58 Unternehmer sprechen sich explizit für eine Erweiterung der Fußgängerzone bis zum Musiktheater aus, lediglich 3 waren dagegen und 4 waren unschlüssig“, führt Hein weiter aus.

Die Erhebungen wurden von Herrn Herbert Dobusch durchgeführt, einem Vertreter der Bürgerinitiative „Bismarckstraße“. So beschreibt er seine Erfahrungen bei der Umfrage: „Ich war überrascht von der durchwegs sehr positiven Reaktion der Unternehmer und überwältigenden Mehrheit, die sich für die Verlängerung der Fußgängerzone ausgesprochen hat. Die Geschäftsleute waren dankbar, dass endlich etwas passiert und sich endlich jemand um die „kleinen Wirtschaftstreibenden“ kümmert. Veranstaltungen der Fußgängerzone enden bisher bei der Bismarck- oder Bürgerstraße und es sind nur die „großen“ Geschäfte der bestehenden Fußgängerzone entsprechend eingebunden.“

Die Fußgängerzone funktioniert ab der Bismarckstraße für Anwohner und Gewerbetreibende in Richtung Norden hervorragend. Eine (wie auch immer geartete) Verschlechterung durch die Verlängerung der Fußgängerzone ist aus heutiger Sicht nicht zu erwarten. Hein erklärt dazu: „Die Publikums- und Käuferfrequenz bringen auch im südlichen Bereich nicht der Durchzugsverkehr sondern die Straßenbahn. Eine Umwandlung in eine Fußgängerzone würde zudem ganz andere Anreize – etwa für die Gastronomie – bieten. Wir werden deshalb in einem gemeinsamen iterativen Verfahren mit Anrainern und Gewerbetreibende diesen Bereich weiterentwickeln.“