Hein: Entlastung des Mona Lisa Tunnels wegen Finanzsituation nicht machbar

Im Verkehr rächt sich falsches Sparen bereits nach wenigen Jahren

Wer aus dem Linzer Süden zu den Stoßzeiten durch den Mona Lisa Tunnel fahren muss, kennt die unbefriedigende Situation durch die Verkehrsüberlastung im zu gering dimensionierten Tunnel nur zu gut. Beim Bau des Tunnels wurde an der falschen Stelle gespart, klagt Vizebürgermeister Hein: „Wenn wenigstens eine dritte Spur geplant worden wäre, hätte dies kein Vermögen gekostet und man könnte zu Stoßzeiten bei dieser die Fahrtrichtung entsprechend ändern!“

Für eine Erweiterung des Tunnels ist der Zug leider längst abgefahren. Vizebürgermeister Hein wollte dies nicht auf sich beruhen lassen und ließ eine weitere Alternative prüfen, um dieses zeitraubende Nadelöhr zu beseitigen. „Wir können zwar den Tunnel nicht mehr weiter ausbauen, aber ein Bypass in Hochlage über den Tunnel wäre aus unserer Sicht vorstellbar. Wir haben dazu von Experten eine entsprechende Machbarkeitsstudie erstellen lassen!“ Der freiheitliche Verkehrsreferent behielt Recht, denn technisch wäre der Bypass für den Mona Lisa Tunnel machbar. Die Trasse würde über den Tunnel führen und dann die Bahntrasse und die Traun mittels Brückenwerken queren.

Die Kosten von 40 Mio. Euro übersteigen allerdings zurzeit die finanziellen Möglichkeiten des angeschlagenen Linzer Haushalts, stellt Hein fest: „Zudem würde es nicht bei den 40 Mio. Euro bleiben, denn die Anschlüsse im Süden (beim Kreisverkehr) und im Norden (Lunzerstraße) sind noch nicht gelöst und noch einzukalkulieren!“ Aber auch der öffentliche Verkehr soll ausgebaut werden. Zwei neue Buslinien, die abseits der Hauptverkehrsströme fahren sollen, sind gerade in Ausarbeitung. Alle geprüften und machbaren Projekte werden priorisiert und ins Verkehrskonzept im Linzer Süden aufgenommen!“, erklärt Hein abschließend.