Hein: Antworten zu den „schwarzen“ Fragen betreffend die Neue Donaubrücke Linz

Wahlkampfgetöse der ÖVP ist unseriös und richtet sich gegen städtische Interessen

„Richtig ist, dass es im statischen Konzept der Neuen Donaubrücke Probleme gegeben hat. Diese Probleme betrafen nicht die Tragfähigkeit der Brücke an sich, sondern den Langzeitermüdungsnachweis. Die statischen Kräfte in diesem (Brücken-)Prototypen sind hochkomplex und rechnerisch nicht einfach darstellbar“, erklärt Vizebürgermeister Markus Hein.

Die letzten offenen Fragen dazu konnten im Frühjahr 2019 gelöst werden. Hein hat die Öffentlichkeit darüber bereits im März 2019 informiert, dass 500t Stahl zusätzlich für das Tragwerk benötigt werden. Die Tiefbauarbeiten waren davon nicht betroffen. „Seriöserweise können verbindliche Aussagen zu Verzögerungen und Mehrkosten zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht getroffen werden. Weder ist das technisch möglich, noch wäre eine Schätzung (ohne fundierte Grundlagen) aus verhandlungstechnischen Gründen sinnvoll“, führt Hein weiter aus.

Selbstverständlich werden die Mitglieder des Linzer Infrastrukturausschusses und auch die Öffentlichkeit umgehend darüber in Kenntnis gesetzt, wenn alle Informationen vorliegen und von allen Projektpartnern inhaltlich geprüft werden konnten. Alles andere wäre nicht seriös und würde die Position der Stadt Linz bei der Durchsetzung von etwaigen Schadenersatzforderungen sogar schwächen.

„Wenn nunmehr die ÖVP mit Gehässigkeiten und Wahlkampfgetöse versucht, die Situation zu ihrem Vorteil zu nutzen, vertritt sie (wie so oft) nicht die städtischen Interessen. In einem perfiden Doppelspiel kritisiert der selbsternannte ÖVP-Pendlersprecher das Linzer Brückenprojekt medial, während seine Parteifreunde auf Landesebene den Linzer Verkehrsausbau mit späten Finanzierungszusagen sogar behindern“, ist Hein empört.

„So war auch die Finanzierung der neuen Donaubrücke auf Landesebene seitens der ÖVP von einer Verzögerungstaktik geprägt und Altlandeshauptmann Pühringer erst Ende 2016 dazu bereit, konkret über die Kostenteilung zu verhandeln. Dies, obwohl eine grundsätzliche Zusage bereits schon in der vorigen Legislaturperiode von ihm selbst erfolgt ist. Warum die Linzer ÖVP oder der schwarze Pendlersprecher nicht bereits damals mit einem Aufschrei reagiert haben, kann sich wohl jeder selbst denken“, so Hein abschließend.