Haginger: Was ist bloß mit manchen Jugendlichen los?

Empörung nach Prügel-Vorfall an Linzer Schule

Ein Schüler wird nach dem Unterricht von einer Gruppe Jugendlicher abgepasst. Danach in einer Unterführung verprügelt, während andere Schüler lautstark den Schläger anfeuern. Das Ganze wird gefilmt und im Internet verbreitet. „Dieser Vorfall an einer NMS in Kleinmünchen ist wirklich schockierend! Aus Taten wie diesen muss man die nötigen Konsequenzen ziehen. Der Direktor der Schule ließ aber gleich verlautbaren, dass er nichts machen könne, da der Junge außerhalb des Schulgeländes verprügelt wurde“, sagt die freiheitliche Gemeinderätin Patricia Haginger. „Aus Bekanntenkreisen weiß ich zwar, dass in der Schule bereits mit den Kindern gesprochen wurde. Aber hier gehört anders gehandelt! Denn Vorfälle wie diese häufen sich. Es muss den Kindern unmissverständlich klar gemacht werden, was solche Taten bewirken!“, fordert Haginger.

„Die Aufklärung durch den Lehrkörper im Unterricht ist – wie sich aktuell zeigt – nur die halbe Miete. Es könnten zum Beispiel Experten zu einem Anti-Konflikttraining in die Schule geladen werden. Auch Vorträge von Polizisten, die über die Konsequenzen von Prügel-Attacken und Gewalt aufklären, würden den ein oder anderen Schüler wachrütteln können“, so die Freiheitliche.

Bleibt die Frage: Was passiert mit den auffälligen Schülern? Eine Suspendierung wird es vermutlich nicht geben, eine Strafanzeige nur dann, wenn die Täter bereits mindestens 14 Jahre alt sind. „Es ist ganz klar: die Eltern gehören hier in die Pflicht genommen! Der Großteil der Erziehung liegt trotzdem bei ihnen und nicht bei der Schule. Es liegt an den Eltern, ihre Kinder ordentlich zu erziehen!“, ist Haginger überzeugt und meint abschließend: „Ich bin wirklich fassungslos darüber, wie skrupellos manche Jugendlichen sind. Jemanden zu verprügeln, das zu filmen und lauthals anzufeuern – anstatt zu helfen? Da kann man nur den Kopf schütteln! Was ist bloß mit manchen Jugendlichen los?“