Haginger: Amtsgänge digital ermöglichen!

FPÖ Gemeinderätin ortet mangelhafte digitale Dienste der Stadt Linz

„Man sollte meinen, dass die Verwendung des Begriffs ‚Digitalisierungshauptstadt‘ durch die Stadt Linz auch spürbare Erleichterung für die Bürger mit sich bringt. Dem ist aber offenbar nicht so. Eher das Gegenteil ist der Fall, wie das aktuelle Beispiel des Antrags auf Heizkostenzuschüsse zeigt: Wie das Stadtteilzentrum Auwiesen verlautbaren lies, ist die Beantragung dieses für viele Menschen wichtigen Zuschusses, weder digital, noch im Stadtteilzentrum selbst möglich. Stattdessen können diese ausschließlich nach persönlicher Terminvereinbarungen im Neuen Rathaus beantragt werden. Diese Praxis ist weder bürgernah, noch ist sie im Jahr 2021 einer Landeshauptstadt würdig. Sie ist gegenüber Arbeitnehmern oder betagten Linzern schlichtweg unfair! Ich fordere die Zuständigen daher zu einem Umdenken auf. Der Modus der Antragstellung muss endlich stadtweit auf digitalem Weg möglich werden!“ fordert die freiheitliche Gemeinderätin aus Auwiesen, Patricia Haginger.

Erst im vergangenen August wurde seitens der Stadt Linz die Initiative „Digitales Linz“ verkündet. Neben anderen Punkten werden darin die Aspekte „Digitale Stadtverwaltung“ und „Digitale Daseinsvorsorge“ als zentrale Ziele formuliert. Auf der Homepage der Stadt Linz steht zwar das Antragsformular zum Download bereit, allerdings wird darauf verwiesen, dass alle Unterlagen im Original eingereicht werden müssen. Haginger ortet eine Gegensätzlichkeit zwischen Ankündigung und Realität.

„Vergleichbare Städte und sogar viel kleinere Städte als Linz haben schon vor Jahren damit begonnen, ihre Dienstleistungen digital zur Verfügung zu stellen. Und das ohne wohlklingende Initiativen. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Stadt Linz zu gleichen Fortschritten in der Digitalisierung möglich ist. Die Anmeldungen zu den Massentest hat die Stadt Linz ja auch in kürzester Zeit hinbekommen“, so Haginger abschließend.