Grabmayr zu Budgetvoranschlag 2018: Heimische, traditionelle Wirtschaftsbetriebe fördern

Wirtschaftsreferent sollte seine Energie vermehrt für die Zukunft der heimischen Kleinbetriebe einsetzen

„Die Stadt Linz wird wirtschaftlich seit etlichen Jahren verwaltet, man kann sagen, ganz gut verwaltet. Seit Jahr und Tag werden die gleichen, oder sehr ähnliche Maßnahmen gesetzt, werden Förderungen an einen ziemlich genau definierten Kreis vergeben. Dies ist alles gut und richtig und findet daher auch die Zustimmung der freiheitlichen Gemeinderatsfraktion. Gleichzeitig ändert sich aber unsere Gesellschaft rapide. Vieles was jahrelang gut und selbstverständlich war, ist es heute nicht mehr“, so der freiheitliche Gemeinderat Wolfgang Grabmayr, der in der Budget-Gemeinderatssitzung zum Kapitel „Wirtschaftsförderung“ Stellung nahm.

„Hier rede ich noch nicht einmal von dem allgemeinen Sicherheitsgefühl der Linzer Bürger, sondern von der Veränderung der Wirtschaftsrahmenbedingungen. In fast allen Branchen und Bereichen gewinnen internationale Großkonzerne an Boden, während traditionelle Firmen mit Heimat- oder Linz-Bezug langsam aber sicher von der Bildfläche verschwinden. Dies gilt für den Handel, für das produzierende Gewerbe, wie auch für die Gastronomie. Die Zahl der traditionellen Gasthöfe in der Innenstadt tendiert, wenn der gegenwärtige Trend anhält, gegen Null. Sicherlich wird es in dem einen oder anderen Fall klar erklärbare betriebswirtschaftliche Erklärungen geben. Es ist aber ein Faktum, dass der klassische Mittelbetrieb, der ungeheuer viel zur österreichischen Identität beiträgt, nurmehr sehr schwer zu führen ist“, so Grabmayr.

„In dieser Situation sehen wir Freiheitliche auch die Linzer Wirtschaftspolitik gefordert, zu helfen und zu unterstützen, damit unser Linz weiterhin seine gewachsene Identität zeigen kann und nicht zu einer gesichtslosen Stadt wird, die überall auf der Welt liegen könnte. Mir persönlich fehlen in dieser Zeit, in der wirtschaftliche Entscheidung immer mehr auf höherer Ebene, die sogar über der nationalen Souveränität stehen, die Hilfestellungen für kleine, lokale Unternehmen. Kein Drei-Mann Unternehmen kann es sich leisten, ein in den neuen multilateralen Wirtschaftsverträgen à la CETA, vorgesehene Schiedsgerichte anzurufen, oder auch nur seine traditionellen Produkte vor der Vereinnahmung durch einen Multi zu schützen. Hierhin sehe ich ein weiteres Feld in dem der Wirtschaftsreferent der Stadt Linz seine Energie stecken sollte, um der kleinstrukturierten, traditionellen Wirtschaft zu einer guten Zukunft zu verhelfen“, fordert Grabmayr abschließend.