Grabmayr: Klimaschutz hat viele Facetten, nicht nur Demonstrationen

Nicht verwendete Lebensmittel stellen eine unnötige Belastung der Ökologie dar

Im Zuge der Bundesabfallwirtschaftspläne erstellte die Linz AG für 2018 eine Restabfallanalyse. Diese bietet in weiten Teilen ein gewohntes bzw. erwartetes Bild. Viele Linzer Bürger sortieren brav den Müll, andere weniger. Auffallend und sehr erschreckend ist aber die Tatsache, dass 15,4 % des Mülls in den Linzer Restmülltonnen Lebensmittel sind. „Sicherlich kann jedem einmal etwas verderben. Aber so viel? Wir reden hier von fast 30 Kilogramm entsorgter Nahrungsmittel pro Person und Jahr. Für Linz bedeutet das 6.000 Tonnen Lebensmittel, die es nicht in unsere Mägen sondern lediglich in die thermische Entsorgung schaffen“, informiert der freiheitliche Gemeinderat Wolfgang Grabmayr.

„Klimafreundlich ist diese Praxis nicht. Auch die entsorgten Lebensmittel mussten auf Flächen, die der freien Natur weggenommen wurden, produziert werden. Jedes Feld, gleichgültig ob biologisch oder konventionell bebaut, stellt einen Eingriff in die Umwelt dar. Diese kann auf dieser Fläche logischerweise weniger CO² zu Sauerstoff recyceln, wie es etwa ein Wald kann“, erklärt Grabmayr.

„Die Vermeidung von Nahrungsentsorgung, so wie zu Omas Zeiten, muss wieder selbstverständlich werden! Das muss den Menschen ins Bewusstsein gerufen werden. Die Stadt Linz sollte hier mit einer öffentlichen Kampagne versuchen die Bürger zu erreichen und gegen die Verschwendung vorgehen. Jede nicht mehr weggeworfene Tonne Lebensmittel verbessert den Klimafußabdruck der Linzer sofort und kostenlos! So kann ein wertvoller Beitrag geleistet werden. Dieser mag zwar klein sein, ist aber im Gegensatz zu Demonstrationen real“, bemerkt der freiheitliche Grabmayr abschließend.