Grabmayr: Ich appelliere an Lang-Mayrhofer: Beim Dreifaltigkeitssäulen-Chaos braucht es anstatt Schweigen volle Transparenz!

Immer mehr Fragen und Widersprüchlichkeiten erfordern umfangreiche Prüfung

Die FPÖ pocht auf umfangreiche Prüfung des Chaos rund um die Sanierung der Linzer Dreifaltigkeitssäule. Nachdem das Magistrat Linz bestätigt hat, dass Spezialgerüste und ein Taubenschutz-Netz Mehrkosten und eine verlängerte Bauzeit zur Folge haben, will die FPÖ, dass alle Fakten zur Instandsetzungs-Causa auf den Tisch kommen. Klar ist, bei aller Notwendigkeit dieses wichtigen Kulturprojektes, kann man die Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit nicht völlig außer Acht lassen.

„Es gibt eine Vielzahl an Widersprüchlichkeiten und offenen Fragen rund um die Kostensteigerung und Zeitverzögerung bei der Sanierung der Linzer Dreifaltigkeitssäule. Daher fordern wir von Kulturstadträtin Doris Lang-Mayrhofer ein klares Bekenntnis zur Transparenz beim Sanierungs-Debakel. Bislang glänzte sie leider nur mit Schweigen“, so Gemeinderat Wolfgang Grabmayr

Eine der zentralen Fragen wird die Kosten-Wahrheit der Instandsetzung sein. Ursprünglich wurden die Renovierungskosten mit 350.000 € ausgewiesen. Nun werden für 2020 120.000 € mehr benötigt. „Laut Medienberichten, trägt Lang-Mayrhofer das ‚Unternehmer-Gen‘ in sich. Jeder Unternehmer muss sich über die Planungskosten eines geplanten Projekts ein profundes Bild machen können. Ich frage mich daher: Wie und auf welchen Grundlagen wurde geplant, dass eine Steigerung von 50.000 € auf 120.000 € möglich wird? Sehr unternehmerisch veranlagt klingt das für mich nicht. Kein Unternehmer kann so vorgehen“, so Grabmayr.

Eine weitere Schlüsselfrage: Auf welcher Berechnungs-/Planungsgrundlage wurde ausgeschrieben? Seitens der Stadt Linz wurde nachlesbar bereits im Sommer 2016 eine Mustersanierung durchgeführt. Nun argumentiert man die Verzögerung mit dem Bedarf von Spezialmörtel und Sicherungseinrichtungen. Wurde hier schon vorher einmal nachjustiert? Auf welcher Grundlage wurde ausgeschrieben? Wurden vor der Ausschreibung alle Detailplanungen abgeschlossen? Auch das Krisen-Management wirft Fragen auf: Offenbar gab es schon in jüngerer Vergangenheit Hinweise, dass es zu Verzögerungen kommen wird. Warum wurde der Gemeinderat bis jetzt noch nicht informiert?

Für Gemeinderat Wolfgang Grabmayr ist klar, in der Sanierungs-Causa kann man jetzt nur mit voller Transparenz reagieren. „Lang-Mayrhofer glänzte bislang mit Schweigen, als mit prüfsicheren Fakten. „Wir werden bis zur Gemeinderatssitzung mit den Vertretern der anderen Parteien verhandeln, wie eine umfangreiche Prüfung des Sachverhalts zustande kommen kann. Eine Blockadehaltung von, je nach Standpunkt, Türkis oder Schwarz wäre völlig unverständlich“, so Grabmayr.