Grabmayr fordert: Hilfe für den Botanischen Garten!

Neue Aufzuchts- und Gewächshäuser sowie ein attraktiver Eingangsbereich wären notwendige Verbesserung

Vor kurzem zeigte der freiheitliche Stadtrat Markus Hein nach einem Routinebesuch im botanischen Garten vorhandene Mängel auf. Besonders im Aufzuchtsbereich des Gartens sind die Lebensbedingungen für die Pflanzen besorgniserregend. „Wir haben mit unserem botanischen Garten wirklich ein städtisches Juwel. Alte Pflanzenarten, die es sonst nicht mehr gibt, oder eine der größten Kakteensammlungen sind wertvolle Natur- und Kulturgüter, die es zu bewahren gilt! Es wäre äußerst schade, wenn wir diese wegen den lebensbedrohlichen Umständen für die Pflanzen verlieren würden“, ist der Linzer FPÖ-Gemeinderat Wolfgang Grabmayr besorgt.

Vieles ist derzeit im botanischen Garten stark verbesserungswürdig und müsste dringend überarbeitet werden. So werden die wertvollen Pflanzen aufgrund des Platzmangels bereits in mehreren Etagen übereinander gestapelt und lediglich 40 % von ihnen können für die Besucher sichtbar präsentiert werden. „Mit den vorhandenen Anlagen wird dort von den Mitarbeitern ausgezeichnete Arbeit geleistet. Um aber die Gesamtsituation merklich zu verbessern, muss auch in diesem Bereich entsprechend investiert werden, um einen fach- und artgerechten Betrieb zu ermöglichen. Der politisch verantwortliche Grünreferent Vbgm Bernhard Baier darf davor die Augen nicht verschließen“, führt Grabmayr aus und ärgert sich: „Faktum ist, dass Vbgm Baier im zuständigen Ausschuss niemals auf das Thema ‚Botanischer Garten‘ zu sprechen gekommen ist. Andere beabsichtigte Themen werden von ihm oder seiner Mitarbeiterin immer wieder in teils aufwendigen Präsentationen gezeigt. Wenn Vbgm Baier jetzt behauptet, alles sei längst im Laufen und den schwarzen Peter in Richtung ILG schiebt, ist dies eine Verdrehung der Zuständigkeit. Er hat den Raumbedarf in der Anlage entsprechend zu erheben und an die zuständige Liegenschaftsreferentin StRin Regina Fechter weiter zu melden oder gleich im Ausschuss kundzutun. Genau das ist aber meines Wissens nach nicht passiert. Auch in den Budgetverhandlungen 2018 scheint er diesen wichtigen Punkt nicht entsprechend berücksichtigt zu haben.“

Tatsächlich hat sich (soweit bekannt) bisher lediglich ein Mitarbeiter des botanischen Gartens kurz vor Weihnachten direkt an die ILG gewandt. Dabei wurde recht allgemein darauf hingewiesen, dass die Glashäuser in die Jahre gekommen und nicht mehr adäquat seien. Die ILG hat wiederum ersucht in dieser Angelegenheit den Dienstweg – also über den zuständigen Grünreferenten – einzuhalten. „Vbgm Baier ist für eine fundierte Zustandserhebung sowie die Ermittlung von Alternativen und Kosten – auf deren Basis dann erst ein fachliche und politische Priorisierung bzw. Vorentscheidung möglich ist – zuständig. Selbstverständlich macht hierbei eine Zusammenarbeit mit der ILG Sinn. Die Verantwortung eine Initiative zu setzen, kann aber nur beim politischen Referenten liegen und der blieb bisher leider untätig.“

„Auf politischer Ebene muss jetzt zum Schutz der Pflanzen rasch gehandelt werden. Wir haben deshalb für die kommende Gemeinderatssitzung einen entsprechenden Antrag eingebracht. Im ersten Schritt fordern wir, dass für den Aufzuchtsbereich mehr Platz geschaffen wird, damit die kostbaren Pflanzen entsprechende Bedingungen vorfinden und nicht verenden. Im zweiten Schritt braucht auch der verbesserungswürdige Eingangsbereich ein neues Face-Lifting, um unseren botanischen Garten, der bei vielen Schulklassen und Touristen am Pflichtprogramm steht, entsprechend präsentieren zu können“, fordert Grabmayr abschließend.