FPÖ-Antrag zur Unterstützung von Personen, die von Fliegerbomben betroffen sind

„Der Verfassungsgerichtshof hat entschieden: Mangels gesetzlicher Grundlage muss die Stadt Salzburg die Sondierungs- und Bergungskosten von Fliegerbomben in Höhe von 900.000 Euro selbst tragen“, berichtet die freiheitliche GR Susanne Walcher über das Urteil. „Der Bund übernimmt lediglich die Kosten für Entschärfung und Abtransport“, kritisiert Walcher.

In 22 Luftangriffen auf Linz wurden zwischen Juli 1944 und April 1945 geschätzte 20.000 Bomben abgeworfen, von denen ca. 7.000 nicht explodiert sind. „Auch heute liegen noch bis zu 700 nicht detonierte Fliegerbomben in Linz unter der Erde“, zeigt Walcher auf. „Die Suche und Bergung einer solchen Fliegerbombe verursacht im Schnitt Kosten in Höhe von 200.000 Euro. Den Löwenanteil haben die Grundeigentümer zu tragen.“

„Dabei handelt es sich um einen untragbaren Zustand“, so Walcher empört. „Es kann nicht sein, dass Kommunen oder Privatpersonen aufgrund der Untätigkeit des Gesetzgebers zur Kasse gebeten werden!“ stellt Walcher fest und fordert den Gesetzgeber auf, tätig zu werden. „In der kommenden Gemeinderatssitzung werden wir einen Antrag zur Unterstützung von Personen, die von Fliegerbomben betroffen sind, einbringen“, kündigt Walcher abschließend an.