Experten machen sensationelles Angebot
 

9_susanne_walcher„Um 24 Millionen Euro soll eine Sanierung der Eisenbahnbrücke möglich sein. Diese Meinung wurde bei der gestrigen Podiumsdiskussion des Vereins ‚Rettet die Eisenbahnbrücke‘ von geladenen Experten vertreten. Damit bestätigt sich noch einmal: eine Sanierung ist grundsätzlich machbar und lange nicht so kostenintensiv, wie uns das die Befürworter eines Abbruchs immer weismachen wollen!“, fasst die freiheitliche Gemeinderätin und Verkehrssprecherin Susanne Walcher die Kernaussage der Diskussions-veranstaltung zusammen.
 
Umso verwunderlicher sei es, dass die geladenen Spitzenbeamten der Stadt Linz, die ihre Präsentation mit „Eisenbahnbrücke: die ganze Wahrheit“ betitelt hatten, dieses Angebot nicht nur brüsk zurückgewiesen, sondern darüber hinaus die Fachleute schlicht als „Utopisten“ bezeichnet haben. Offenbar ist man in der Stadtverwaltung nicht nur davon überzeugt, im Alleinbesitz der „ganzen Wahrheit“ zu sein, man scheut sich auch nicht, anerkannten Fachleuten und Praktikern aus der Wirtschaft, die bereits ähnliche Restaurierungen durchgeführt haben, die ihre Firmen wirtschaftlich erfolgreich betreiben und die somit mehr als einen guten Ruf zu verlieren haben, mehr oder weniger indirekt zu unterstellen, sie wären nicht seriös.
 
Außerdem ging aus der Diskussionsveranstaltung klar hervor, dass die Bedenken der Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung, was Sicherheit und Sanierungskosten betrifft, bloß vorgeschobene Argumente sind. In Wahrheit geht es um eins: die Eisenbahnbrücke steht den Planungen im Bereich „grüne Mitte“ städtebaulich im Weg und soll daher weichen. Denn eines kann sie in ihrer jetzigen Form sicher nicht: genug Platz bieten für zwei Spuren Straßenbahn- und Autoverkehr, zwei Fußgänger- und zwei Radstege. Dies kann nur eine zwei-Brücken-Lösung erfüllen. Die Freiheitlichen werden daher den Vorschlag des Vereins „Rettet die Eisenbahnbrücke“ unterstützen, bei der Ausschreibung des Wettbewerbs auch eine zwei-Brücken-Lösung möglich zu machen.
 
„Die Eisenbahnbrücke ist ein Wahrzeichen unserer Stadt, das vielen Linzerinnen und Linzern ans Herz gewachsen ist. Es wäre unverantwortlich, sie leichtfertig durch einen beliebigen Zweckbau zu ersetzen. Daher fordere ich die Fraktionen im Linzer Gemeinderat auf, eine Volksbefragung über die Zukunft der Eisenbahnbrücke zu beschließen. Unsere Linzerinnen und Linzer sind mündig genug, Argumente abzuwiegen und Entscheidungen zu treffen. Diese Fähigkeit sollte ihnen die Stadtpolitik nicht absprechen!“, fordert Walcher.