Gesundheitsstadtrat Raml: Massenbesuche in Linzer Spitälern verbieten

Neue Besuchsregelungen in Krankenhäusern mit Maß und Ziel notwendig

„Die strengen Besuchsverbote in den Spitälern sind Gott sei Dank Geschichte. Ich will aber zum Wohle der Patienten keine regelrechten Völkerwanderungen mehr, wie sie vor Corona auf der Tagesordnung standen. Ich ersuche daher die Linzer Spitalsträger – die Gesundheitsholding und die Ordensspitäler – entsprechende neue Besuchsregelungen zu erarbeiten“, so der Linzer Gesundheitsstadtrat Michael Raml, der erklärt: „Oftmals sind ganze Besucherhorden in den Spitälern eingefallen. Nicht nur die Aufenthaltsräume, sondern vor allem auch die Krankenzimmer selbst wurden belagert. Besuchszeiten spielten sowieso eine sehr nebensächliche Rolle. Auch wenn es in manchen Kulturkreisen üblich sein mag, dass jedes Mitglied aus der Familie und aus dem Freundeskreis einen Patienten persönlich besucht, kann das nicht auf Kosten des Wohls der anderen Patienten gehen. Nicht jeder kann sich den Luxus einer Zusatzversicherung mit einem Einzelzimmer leisten. Deshalb darf aber die Genesung nicht beeinträchtigt werden.“ Vor allem auf Geburtenstationen haben sich dahingehende Beschwerden gehäuft. Gerade Neugeborene und frisch gebackene Mütter brauchen nach den Strapazen der Geburt Ruhe und Erholung. „Natürlich sollen Besuche weiterhin möglich bleiben. Aber alles mit Maß und Ziel. Ein Krankenhaus ist keine Freizeiteinrichtung“, so der Gesundheitsstadtrat.

„Die aktuell geltende Regelung zu Besuchen in Spitälern sollte so bald wie möglich adaptiert werden. Nur ein Besuch von nur einer Person pro Tag ist sicher keine Dauerlösung. Bis zu 20 oder gar mehr Besucher pro Patient und Tag sind aber ebenfalls nicht verhältnismäßig, sondern ein Störfaktor. Ich plädiere daher dafür, hier eine vernünftige Lösung mit dem nötigen Hausverstand zu erarbeiten und umzusetzen“, fordert Stadtrat Raml abschließend.