Gesundheitsstadtrat Raml: Die untragbaren Zustände in der Kinder-Onkologie des KUK müssen rasch ausgeräumt werden

Linzer Gesundheitsstadtrat erschüttert über die Schilderungen des Vaters eines krebskranken Kindes und schwer in Sorge um die Gesundheitsversorgung für Linzer Familien

Durch die Berichterstattung einer Tageszeitung wurden heute die unfassbaren Zustände auf der Onkologie-Station der Kinder- und Jugendheilkunde des Kepler Universitätsklinikums bekannt. „Es ist für mich so schon schwer vorstellbar, was in Eltern vorgeht, die bei ihrem Kind mit der Diagnose Krebs konfrontiert werden“, so Stadtrat Michael Raml erschüttert. „Wenn sie dann aber bei der Behandlung ihres Kindes mit einer dermaßen katastrophalen Situation im Krankenhaus konfrontiert werden, ist das für mich untragbar!“, meint der Gesundheitsreferent in der Linzer Stadtregierung. 

Bereits im August wurde die Öffentlichkeit auf den drastischen Mangel an Fachärzten in der Onkologie des Kepler Universitätsklinikums aufmerksam gemacht. „Der Alleingeschäftsführer Dr. Harnoncourt beschwichtigte damals, dass die bekannt gewordenen Abgänge mehrerer Fachärzte keine ungewöhnliche Situation sei. Das mag für ihn und das System vielleicht so stimmen, die betroffenen Menschen, die eine Krebsbehandlung benötigen, fühlen sich im Kampf gegen diese tückische Krankheit jedoch im Stich gelassen“, weiß der Gesundheitsstadtrat aus vielen Gesprächen. Dabei würde immer wieder auch auf das liebevolle Engagement der Mitarbeiter hingewiesen, die angesichts der mangelhaften Personalausstattung aber selbst immer öfter an ihre Belastungsgrenzen stoßen. „Ich mache mir zusehends Sorgen um die Gesundheitsversorgung in Linz, wenn selbst am Spitzenkrankenhaus des Landes solche Zustände auftreten. Wie viele Monate müssen noch ins Land ziehen, bevor die Behebung der Mängel oberste Priorität hat?“, fragt sich Raml weiter. 

Wobei ihm bewusst ist, dass es sich nicht um die einzige Baustelle im Kepler Universitätsklinikum handelt: „Coronabedingt wurden viele andere Behandlungen verschoben. Mittlerweile höre ich aus der Uniklinik, dass sich manche Wartezeiten auf Operationen verdoppelt haben. Ich hoffe, dass insbesondere die Geschäftsführung nicht wieder mit Beschwichtigungsversuchen reagiert, sondern endlich Taten für sich sprechen lässt“, meint Raml. Der Familie, durch deren Geschichte heute die untragbaren Zustände an der Kinder-Onkologie bekannt wurden, drückt Stadtrat Raml sein Bedauern aus und die Hoffnung, dass die weitere Behandlung krebskranker Kinder im Kepler Uniklinikum den Maßstäben der Spitzenmedizin und den Bedürfnissen der Kinder sowie ihrer Familien gerechter wird.