Gesundheitsstadtrat Raml begrüßt Umsetzung von FPÖ-Forderungen zur Entlastung der oö. Spitäler

Ausbau der Telemedizin, Entbürokratisierung und Stärkung des niedergelassenen Bereichs sind wesentliche Elemente für ein nachhaltig tragfähiges Gesundheitssystem

Die für Gesundheitsfragen zuständige Landesrätin Christine Haberlander hat ein Paket zur Entlastung der oberösterreichischen Spitäler angekündigt und hierbei einige wesentliche freiheitliche Forderungen aufgegriffen: Die verbesserte Lenkung von Patienten und die damit einhergehende Stärkung der Rolle von niedergelassenen Ärzten, den Ausbau der Digitalisierung und der Telemedizin sowie eine Entbürokratisierung des Gesundheitssystems. Der Linzer Gesundheitsstadtrat Michael Raml hierzu: „Grundsätzlich ist jede Initiative zur Entlastung der heimischen Spitäler begrüßenswert und es handelt sich dabei um ein Thema, das von vielen Seiten gedacht und bearbeitet werden muss. Insbesondere die Notwendigekit zur Attraktivierung des Berufs des „Hausarztes“ fehlt mir bei den aktuellen Ankündigungen von Landeshauptmann-Stellvertreterin Haberlander noch. Die Einführung und der Ausbau von Akutordinationen wären hierzu eine sinnvolle Möglichkeit. Diese gibt es bereits in anderen Bundesländern aber auch in Oberösterreich im Bereich einzelner wahlärztlicher Kompetenzzentren wie St. Stephan in Wels. Das schafft nicht nur eine Entlastung der Spitäler und Ärzte, sondern mindert auch die monetäre Belastung für Bund, Land und Gemeinden.“

Raml sieht vor allem bei der durchschnittlichen Anzahl der gesunden Lebensjahre in der Bevölkerung noch viel Raum für politische Verbesserungen. Österreichs Gesundheitssystem, das zeigen Studien, ist im internationalen Vergleich sehr teuer, generiert aber unterdurchschnittlich viele gesunde Lebensjahre für die Bevölkerung. Um hier Verbesserungen zu erreichen, gelte es vor allem in Vorsorgeuntersuchungen zu investieren. „Gerade bei Jugendlichen sehe ich hier viel Potential. Nach dem Mutter-Kind-Pass wird für junge Menschen bis zum Eintritt ins Erwachsenenalter keine umfassende Vorsorgeuntersuchung angeboten. Hier sehe ich aus vielen Gründen Handlungsbedarf in Abstimmung mit den niedergelassenen Ärzten“, so Raml.

„Ich habe als Linzer Gesundheitsstadtrat im Coronajahr 2020 einen besonderen Schwerpunkt auf Vorsorge gesetzt – Vorsorge ist und bleibt der Grundpfeiler einer gesunden Stadt und einer gesunden Gesellschaft. Alleine im Jahr 2020 gab es deshalb aus meinem Ressort 100.000 Euro Finanzzuwendungen für Institutionen in Linz, die gesundheitliche Vorsorgearbeit leisten. Diese Vorsorge betrifft aber nicht nur Menschen mittleren Alters, sondern vor allem auch die bereits angesprochene Gruppe der Jugendlichen. Auch Jugendliche können von einer Vielzahl an Krankheiten betroffen sein und eine möglichst rasche Erkennung ist bei ihnen sehr wichtig, um ihnen viele gesunde Lebensjahre zu verschaffen. Auch im Bereich der Suchtprävention, die ebenso einen Ast der Vorsorge darstellt, lasse ich in der Landeshauptstadt aktuell beispielsweise die Linzer Suchtstrategie ausarbeiten, um gemeinsam gegen diese Erkrankungen und die Faktoren, die sie begünstigen, vorzugehen“, so Raml abschließend.