FPÖ-Gemeinderat Peter Stumptner: Linzer Gemeinderat setzt Zeichen für Wiedereinführung der Hacklerregelung

Nach Annahme von FPÖ-Resolution liegt Ball bei der Bundesregierung

Medial wenig Beachtung fand das Auslaufen des als „Hacklerregelung“ bekannten Systems per 31.12.2021. Bis dahin war es Arbeitnehmern, welche 45 Erwerbsjahre bzw. 540 Monate geleistet hatten, aufgrund der bis dahin geltenden Hacklerregelung möglich, abschlagsfrei die verdiente Pension anzutreten zu können. „Was sich als faires System bewährt hat, wurde nun von der türkis-grünen Regierung eingestellt. Ein Wegfall dieser Regelung ist für Personen, welche die bisherigen Anforderungen erfüllten, ein schwerer Schlag“, kritisiert Stumptner. Er hat daher in der heutigen Sitzung des Gemeinderats eine Resolution zur Abstimmung vorgelegt. Darin wurde die Bundesregierung ersucht, die Hacklerregelung, rückwirkend in der zuletzt gültigen Form wieder einzuführen.

„Mit der Annahme der Resolution hat der Gemeinderat ein wichtiges Zeichen gesetzt. Alleine in der ‚Stahlstadt‘ Linz, mit seinem bedeutenden Arbeiteranteil, sind potenziell tausende Arbeitnehmer vom Wegfall der Hacklerregelung betroffen. Dieser Personenkreis wird nach Pensionsantritt hunderte Euro monatlich an Einkommen verlieren, obwohl genau diese durch ihre über Jahrzehnte geleisteten Beiträge eine tragende Säule zum Erhalt des Pensions- und Sozialsystems geworden sind. Das haben sich fleißige Arbeitnehmer nicht verdient!“ so Stumptner weiter. Er plädiert gegen überhastete Vorstöße, die sich negativ in das bestehende Pensionssystem auswirken können: „Denn selbst wenn zukünftig eine Überarbeitung des Pensionssystems notwendig werden sollte, könnte mit dem Fortbestand der Hacklerregelung die soziale Sicherheit und die persönliche Lebensplanung gewahrt bleiben. Nun liegt der Ball der Bundesregierung, sich erneut mit der Hacklerregelung auseinanderzusetzen“, so Stumptner abschließend.