Der Verkünder der Ersten Republik wird aus parteipolitischem Kalkül vom linken Rand angepatzt.

Mag. Detlef Wimmer
Mag. Detlef Wimmer

Am 2. November (Allerseelentag) trifft die FPÖ mit dem Dritten Nationalratspräsident Dr. Martin Graf, Landesparteiobmann NAbg. Lutz Weinzinger und Landesrat Dr. Manfred Haimbuchner zu einer Kranzniederlegung am Grab von Dr. Franz Dinghofer (Barbarafriedhof) zusammen. Die Linzer Grünen haben im Vorfeld offenbar nichts Besseres zu tun, als gegen den 1873 geborenen und von 1907 bis 1918 amtierenden Linzer Bürgermeister, der als Präsident der Nationalversammlung 1918 die Republik verkündete, via Presseaussendung die Nazi-Keule zu schwingen. „Die Grünen werfen uns Freiheitlichen andauernd vor, zu wenig in die Zukunft zu blicken. Tatsächlich sind es aber die Grünen selbst, die – in ewiggestriger Weise – immer wieder in die Vergangenheit schauen, um ehrbare Persönlichkeiten unserer Geschichte in den Schmutz zu ziehen“, kritisierte heute Mag. Detlef Wimmer, Bezirksparteiobmann der FPÖ Linz. „Die Grünen und andere Linksextreme müssen endlich einsehen, daß nicht jeder, der Großes für unsere Heimat geleistet hat, am äußerst linken Rand des politischen Spektrums angesiedelt ist.“

Während die Linzer Grünen in einer Aussendung die haarsträubende Behauptung aufstellen, Dinghofer habe im Jahr 1933 eine „Kampfgemeinschaft mit der NSDAP geschlossen“, steht bei richtiger historischer Betrachtung fest: Dinghofer hat bereits 1928 einen Schlußstrich unter seine politische Tätigkeit gesetzt. Sowohl der langjährige Obmann des Arbeitskreises für Stadtgeschichtsforschung Dr. Wilhelm Rausch, als auch der Historiker Fritz Mayrhofer, haben nach umfangreichen wissenschaftlichen Recherchen im Jahrbuch der Stadt Linz aus dem Jahr 1969 festgehalten, daß es sich bei Dr. Dinghofer zweifelsfrei um eine Persönlichkeit „der politischen Mitte“ gehandelt hat, die den Schritt zum Nationalsozialismus niemals vollzogen hat. Wimmer betonte abschließend: „Bevor die Grünen also versuchen, eine solche Hetze gegen verstorbene Würdenträger für ihren parteipolitischen Nutzen zu inszenieren, sollten sie sich lieber ausreichend informieren oder überhaupt bei der Tagespolitik bleiben. Die versuchte Verdrehung unserer Geschichte lehnen wir eindeutig ab!“