Trotz Rekord-Zuwächsen an der Johannes-Kepler-Universität: Noch immer kein gerechtes Budget für Uni-Standort Linz.

Mag. Detlef Wimmer
Mag. Detlef Wimmer

Nach dem SPÖ/ÖVP-Pakt, Wissenschaftsminister Johannes Hahn als EU-Kommissar nach Brüssel zu entsenden, können die Karten für Österreichs Universitäten unter einem frischen Minister neu gemischt werden. Insbesondere für den Standort Linz sind zwei wichtige Verbesserungen nötig. „Bisher hat Hahn die Errichtung einer Medizinischen Fakultät an der Universität in Linz, wie sie schon seit vielen Jahren gefordert wird, leider erfolgreich verhindert“, das betonte heute FPÖ-Bezirksparteiobmann Detlef Wimmer. „Obwohl die Stadt Linz und das Land mittlerweile geschlossen dafür sind und die nötige Infrastruktur – beispielsweise am ehemaligen Tabakfabrik-Areal – zur Verfügung stünde, hat der Minister das Vorhaben blockiert. Auch das Universitätsbudget muß gerechter verteilt werden: Linz wird trotz Rekord-Inskriptionszahlen vom Bund massiv benachteiligt. Das muß sich ändern!“

Im aktuellen Semester hat die Johannes-Kepler-Universität den prozentuell höchsten Zuwachs (etwa 40 Prozent) an neuen Studierenden verbucht. „Neben alltäglichen Park-, und Hörsaalplatzproblemen leidet die Universität auch in weniger offensichtlichen Bereichen unter der ungerechten Budgetverteilung des Ministeriums“, kritisierte Wimmer. „Daß die Linzer Uni in vielen Bereichen – beispielsweise bei innovativen technischen Studienrichtungen, aber auch beim Multimedia-Studium der Rechtswissenschaften und seit kurzem an der SoWi-Fakultät – österreichweit eine Vorreiterrolle einnimmt, wird viel zu wenig gewürdigt. Es darf keine Studenten erster und zweiter Klasse geben. An den künftigen Wissenschaftsminister richten wir daher die Forderung, endlich den Universitätsstandort Linz finanziell gerecht zu behandeln und ‚grünes Licht‘ für eine Medizinische Fakultät in Linz zu geben!“