AUF-Lala: Parteipropaganda statt echter Personalvertretung im Linzer Magistrat

Leberkässemmel-Aktion für SPÖ-Wahlkampf missbraucht

Bei der Personalvertretungswahl im Mai wurde die rote Allmacht im Linzer Magistrat gebrochen. Zwei Personalvertreter der „Aktion Unabhängiger und Freiheitlicher“ (AUF) erkämpften ein Mandat. Immer mehr Magistratsbediensteten reicht es mit den sozialdemokratischen Gewerkschaftern und ihren fragwürdigen SPÖ-Wahlkampfaktionen. Doch die FSG-dominierte „überparteiliche“ PV kann es nicht lassen: „Mitten im Wahlkampf für die Nationalratswahl erhielten alle Magistratsmitarbeiter eine Einladung zu gratis Leberkässemmeln. Als Ansporn, zur kommenden NR-Wahl zu gehen“, erklärt der AUF-Personalvertreter Robert Lala. So weit so gut – aber: „Auf der Einladung sind auch drei kämpferisch wirkende Wahlsprüche, wie etwa ´Sichere Pension statt Spekulation´, zu finden. Alle drei Slogans wurden wortwörtlich(!!) dem SPÖ-Wahlkampfkonzept entnommen. Überparteilichkeit sieht ganz sicher anders aus!“, versichert Lala.

„Der durchschnittliche Leser der letzten PV-Aussendung muss zu dem Schluss kommen, dass es sich um eine Werbeschrift der SPÖ handelt. Das ist es ja allem Anschein nach auch“, schüttelt Lala den Kopf: „Das Budget der Personalvertretung ist ohnehin begrenzt. Die Arbeit der PV sollte gerade deshalb ausschließlich dem Personal des Magistrats zu Gute kommen. Diese Leberkässemmel-Aktion – die grundsätzlich auch von uns begrüßt wird! – wird jedoch ganz unverschämt zur SPÖ-Wahlwerbung missbraucht. Damit wird niemandem im Magistrat geholfen!“, sagt der AUF-Personalvertreter Robert Lala abschließend.