Wimmer: Gemeinsames Vorgehen gegen illegale Bettlerlager notwendig

Reise in die rumänische Partnerstadt Brasov soll Armutswanderung nach Linz eindämmen

„Die Problematik mit illegalen Bettlerlagern in Linz hat sich in den letzten Tagen wieder zugespitzt und eine weitere Verschärfung in den nächsten Wochen ist zu erwarten. Alleine in den letzten 10 Tagen wurden vier Bettlerlager geräumt“, analysiert der Linzer Sicherheitsreferent Vbgm Detlef Wimmer die aktuelle Lage. Erst am Freitag musste wieder ein derartiges Lager vom städtischen Erhebungsdienst gemeinsam mit der Linzer Polizei geräumt werden. 20 Personen aus Rumänien (darunter sechs Kinder) haben sich in fünf Zelten illegal niedergelassen. „Der Erhebungsdienst und die Polizei leisten hier gute Arbeit und Hinweisen aus der Bevölkerung wird umgehend nachgegangen. Dafür sage ich Danke!“

„Nur wenn alle an einem Strang ziehen, ist es möglich, erfolgreich gegen illegale Zeltlager vorzugehen. Nur so kann verhindert werden, dass sich illegale Bettelbanden dauerhaft in Linz ansiedeln! Der Großteil der aufgegriffenen Bettler kommt aus Rumänien. Aus diesem Grund werden wir in die rumänische Partnerstadt nach Brasov reisen und ein gemeinsames Projekt initiieren, um den Missbrauch von Menschen und aussichtslose Armutsreisen nach Linz durch mehr Information und bessere Chancen vor Ort zu verhindern!“, informiert Wimmer. „Häufig halten sich Bettlerinnen und Bettler im Bereich der Autobahn A7 in uneinsichtigen Waldstücken auf.

„Niemand bestreitet, dass die Einzelschicksale dieser Menschen oftmals schrecklich sind. Es ist aber nicht in unserem Sinne, wenn Menschen – freiwillig oder auch unter Zwang – zu uns kommen, um ihren Hintermännern ein Geschäft mit unserer Großzügigkeit zu ermöglichen. Illegale und organisierte Bettelei hat in Linz nichts verloren“, unterstreicht Wimmer und verweist auf das sektorale Bettelverbot in der Linzer Innenstadt, das die Situation mit den Bettlern schon verbessert hat. „Jedoch haben die organisierten Bettelbanden ihre Taktik geändert und bedrängen Passanten jetzt vermehrt im Vorbeigehen. Dies erschwert das Einschreiten von Polizei und Ordnungsdienst, da die Bettler, sobald sie diese erblicken, die Bettelei einstellen, in der Menschenmasse untertauchen und sich unauffällig verhalten um nicht erwischt zu werden“, erklärt Wimmer.

„Um dieser Taktik entgegenwirken fordern wir, dass der Ordnungsdienst, zu bestimmten Zeiten an denen mit einem besonders hohen Aufkommen von organisierter Bettelei zu rechnen ist und in Absprache mit den Behörden, Kontrollen in Zivil durchführen darf“, sagt Wimmer. „Das Thema wird am 15. Mai im Sicherheitsausschuss behandelt, um die derzeit noch bestehenden Bedenken von SPÖ, Grüne und Neos aus dem Weg zu räumen. Zur Konkretisierung der Notwendigkeit dieser Maßnahme, werden wir Experten der Polizei sowie Mitarbeiter des Ordnungsdienstes einladen, die aus erster Hand berichten werden.“