Riha: Nachtsperre ohne Einfriedung zwecklos

Präsenz von Polizei und Ordnungsdienst verschlingt hohe Kosten und bindet Kräfte

Der Linzer Hessenpark bleibt in aller Munde. „Man muss kein Hellseher sein, um zu erkennen: Wenn es nur bei bereits umgesetzten Maßnahmen bleibt, wird sich an der Gesamtsituation nicht viel ändern. Wenn die bestehenden Schritte nicht ausreichen, müssen wir eben ein paar Schritte weiter gehen. Wir wollen daher den Bürgern nicht den Eindruck vermitteln, dass durch die Ankündigung bereits umgesetzter Kontrollschwerpunkte irgendetwas besser wird. Wir wollen Nägel mit Köpfen machen!“, unterstreicht die freiheitliche Gemeinderätin Brigitta Riha und verweist auf den von Vizebürgermeister Detlef Wimmer angeregten Vorschlag, die Nachtsperre des Linzer Hessenparks mit einer Einfriedung zu kombinieren.

„Polizei, Ordnungsdienst und Sozialarbeit sind vor Ort intensiv tätig. Dieser Einsatz hat punktuelle Verbesserungen gebracht und die Polizei konnte zahlreiche Drogenhändler festnehmen. Jedoch verschlingt die hohe Präsenz von Polizei und Ordnungsdienst hohe Kosten und bindet Kräfte für andere Aufgaben in anderen Stadtteilen“, merkt Riha kritisch an. „Wir müssen daher einen Schritt weiter gehen und ein Alkoholverbot im Hessenpark, als auch eine Sperre in den Nachtstunden, kombiniert mit einer Einfriedung, andenken! Lediglich ‚Hinweistaferl‘ zu errichten, wird bestimmte Gruppen, die schon jetzt Regeln und Gesetze ignorieren nicht abschrecken.“

„Warum die ÖVP sich ziert, den Zaun, den sie grundsätzlich befürwortet, im Rahmen der Umgestaltung des Hessenparks mit zu realisieren, bleibt rätselhaft“, so Riha. „Wir geben Vbgm Bernhard Baier bis zur kommenden Gemeinderatssitzung die Möglichkeit seine Ankündigung noch zu überdenken. Geredet wurde bei runden Tischen bereits genug. Treffen wir endlich eine Entscheidung, die auch eine nachhaltige Verbesserung der Situation im Hessenpark bewirken kann und lassen wir nicht noch einen Sommer mit Lärm, Alkoholexzessen und Sachbeschädigungen vergehen!“