Wimmer zu Hauptbahnhof: Alk-Verbot und WLAN-Einschränkung statt Hinweise in ausländischer Sprache

Wird ÖBB-Maßnahmenpaket Situation am Linzer Bahnhof verbessern?

Die Situation an vielen österreichischen Bahnhöfen ist besorgniserregend, Übergriffe steigen, das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung sinkt. Ein besonders negatives Beispiel ist der Linzer Hauptbahnhof, wo heuer bereits 917 Delikte zu beklagen sind“, berichtet der freiheitliche Vizebürgermeister Detlef Wimmer. „Der Linzer Hauptbahnhof ist einer der wichtigsten Punkte in der ganzen Stadt – gerade in Zeiten, wo der öffentliche Verkehr stärker genutzt werden soll. Wir müssen deshalb mit aller Kraft gegen die untragbaren Zustände vor Ort vorgehen”, so der Linzer Sicherheitsreferent Wimmer, der das aktuelle Maßnahmenpaket der ÖBB kritisch beurteilt.

„Ob man mit einer Befragung der jugendlichen Asylwerber und einer Übersetzung der Hausordnung in Farsi und Arabisch erfolgreich gegen Gewaltexzesse dieser Gruppen sein wird, bleibt abzuwarten. Gerade in den kälteren Monaten wird sich die Szene wieder von den Parks in den Bereich des Linzer Hauptbahnhofs verlagern“, warnt Wimmer vor einer frühzeitigen Entschärfung der Lage. „Aus unserer Sicht sind weitere Maßnahmen notwendig, damit nicht wieder ähnliche Probleme wie im letzten Jahr auftreten! Im Wien hat die ÖBB beispielsweise am Westbahnhof die vormals völlig freie WLAN-Nutzung eingeschränkt. Durch eine Einschränkung der Nutzungsdauer des WLAN verliert der Hotspot Bahnhof für potentielle Krawallmacher an Attraktivität, für Reisende bleibt aber der digitale Servicecharakter dennoch erhalten“, erklärt Wimmer.

„Weiters führt unkontrollierter Alkoholkonsum immer wieder zu Problemen auch im Umfeld des Hauptbahnhofs. Intensive Kontrollen können zwar oft Schlimmeres verhindern – ohne übermäßigen Alkoholkonsum würden aber viele sehr bedenkliche Situationen gar nicht erst entstehen“, gibt Wimmer zu bedenken und erneuert deshalb seine Forderung, am Vorplatz des Hauptbahnhofs analog zur Hausordnung im Bahnhof den übermäßigen Konsum von Alkohol zu verbieten (Ausnahme: bewilligte Veranstaltungen und Gewerbe). „Wir werden uns daher wie schon zuletzt dafür einsetzen, dass die Stadtverwaltung gemeinsam mit Polizei und ÖBB eine ortspolizeiliche Verordnung für ein Verbot von übermäßigem Alkoholkonsum im Umfeld des Linzer Hauptbahnhofs konzipieren soll.“