Ärzteausschreibung läuft bis 24. November 2014

StR Detlef Wimmer„Das Aus der Linzer Kaserne in der Garnisonsstraße wurde Anfang Oktober durch Verteidigungsminister Gerald Klug verkündet. Eine Verlegung der Stellungsstraße nach Hörsching in den Fliegerhorst Vogler soll scheinbar den Erhalt der Stellung in Oberösterreich retten“, berichtet der Linzer FPÖ-Obmann StR Detlef Wimmer. „Diese Taktik erscheint in der Theorie möglich, die praktische Umsetzung könnte sich aber als Bumerang herausstellen und das endgültige Aus der Stellung in Oberösterreich bedeuten“, warnt Wimmer. „Viel wichtiger ist es den laufenden Betrieb in der Stellungsstraße durch Lösung der Ärztefrage sicherzustellen. Der von Landeshauptmann Josef Pühringer präsentierte Ärztepool kann das Grundproblem nicht lösen!“

„Noch bis 24. November sucht das Bundesheer nach Ärzten für die Stellungsstraße in Linz. Ein Internist und zwei Untersuchungsärzte sind derzeit vakant. Melden sich Mediziner kann der Stellungsbetrieb in Linz ohne Einschränkungen und vor allem ohne Investitionen durchgeführt werden“, weiß Wimmer. „Der Plan die Stellung nach Hörsching zu verlegen ist einfach absurd. In diesem Fall sind bauliche Maßnahmen in Millionenhöhe zu tätigen. Geld, dass das Bundesheer ohnehin nicht hat! Die Gefahr einer völligen Auflösung schwebt im Raum!“

„Da sich das Bundesheer für die Suche neuer Ärzte keine Inserate leisten möchte, könnte man meinen, dass man in Wien die Stellung in Oberösterreich bereits aufgegeben hat“, vermutet Wimmer. „Lassen sich keine Mediziner finden, werden ab Mitte 2015 rund 3.500 junge Oberösterreicher die Reise zur Stellung in ein anderes Bundesland antreten müssen. Das gilt es zu verhindern! Den Stellungsbetrieb in Linz aufrecht zu erhalten ist die effizienteste Lösung und billiger als eine Verlagerung nach Hörsching. Die Gebäude in der Garnisonsstraße sind teilsaniert und stehen zur Verfügung. Abgesehen davon kann trotzdem noch ein Bereich von ca. 6 Hektar, der nicht genutzt wird, an die Stadt verkauft werden. Das spült dann sogar noch Geld in die leeren Kassen des Bundesheeres!“