Hein: Linz ist Musterstadt für ökologisierte E-Scooter-Flotten

Umweltschädliche Einweg-E-Scooter haben in Linz keinen Platz

Wer in Linz seine E-Scooter anbieten will, muss den aufgelegten Verhaltenskodex, der letztes Jahr herausgegeben und heuer erweitert wurde, verbindlich unterschreiben. „Neben Regeln, die Konfliktsituationen vermeiden, lassen wir nur noch E-Scooter zu, die ökologisch sind. Billige Wegwerf-Scooter wollen wir nicht in unserer schönen Landeshauptstadt“, erklärt Infrastrukturreferent Markus Hein: „Der Verhaltenskodex hat bereits wertvolle Dienste erwiesen. Viele Konfliktsituationen mit der Bevölkerung konnten durch ihn vermieden werden. Mir ist aber auch wichtig, dass jeder Anbieter den unterschriebenen Katalog einhält.“

Vizebürgermeister Hein hat sich auch selbst beim neuen Anbieter ‚Kiwi ride‘ davon überzeugt, dass deren Fahrzeuge von hoher Qualität und Nachhaltigkeit sind. „Wichtig ist, dass die Geräte eine entsprechend lange Lebensdauer haben und auf sogenannte Wechselakkusysteme setzen. Das reduziert zum einen viel Sondermüll und macht auch den Betrieb ökologischer, denn die Wechselakkus werden mit E-Fahrzeugen oder E-Bike-Lastenrädern transportiert“, erklärt Hein.

Ein vielfältiges Mobilitätsangebot ist in einer modernen Stadt unerlässlich. Daher ist auch die Stadt Linz den Weg klarer Regeln und nicht den Weg rechtlich wackeliger Verbote gegangen. E-Scooter haben das Potential, den öffentlichen Verkehr sehr gut zu ergänzen und das sogenannte Last-Mile-Problem zu lindern. „Wir können weder mit der Straßenbahn noch mit unseren Bussen jedes Ziel anfahren. Ein E-Scooter ergänzt so perfekt unseren öffentlichen Verkehr und ermöglicht es den Linzer Bürgern und Pendlern, einfach und schnell an das eigentliche Wunschziel zu kommen“, so Hein abschließend.

Hein: E-Scooter Verhaltenskodex wird nachgeschärft – mehr Ökologie bei Fahrzeugflotten

Nach knapp einem Jahr mit E-Scooter ist der Markt noch sehr dynamisch

Seit knapp einem Jahr gibt es in Linz entlehnbare E-Scooter. Der Höhepunkt wurde allerdings bereits im vergangenen Jahr überschritten. Einige große Anbieter gingen so rasch, wie sie auch nach Linz gekommen waren. Der letzte große Vermieter, der ging, war vor wenigen Wochen Lime. Trotz anfänglicher Probleme, die es wegen des großen Andrangs in Linz gab, hat sich die Situation durch die Einführung eines verbindlichen Verhaltenskodex deutlich verbessert, berichtet der freiheitliche Vizebürgermeister Markus Hein: „Der erste Schritt mit dem Verhaltenskodex ist getan. Wir müssen aber zukünftig mehr Augenmerk auf ökologischen Footprint der Fahrzeuge richten!“

Weiterhin ist die Dynamik am E-Scooter Markt sehr groß. Es wurde nun auch medial bekannt, dass der europäische Anbieter Circ, mit dem die Zusammenarbeit in Linz bis jetzt hervorragend war, vom amerikanischen Anbieter Bird geschluckt wurde. Wie Bird, der auf ein sogenanntes Franchise-Verteilsystem setzt, nach Linz passt, wird genau zu beobachten sein. Bei der Fahrzeugflotte wollen wir keine Rückschritte dulden. Circ und Tier haben gezeigt, dass ökologischere Fahrzeuge möglich sind. Diese haben eine vielfach längere Lebensdauer und setzen auf ein Akku-Wechselsystem. „Sollten Anbieter, die in Linz noch nicht aufgetreten sind, der Meinung sein, dass sie die vermeintlichen Lücken mit ihren, vielleicht nicht zu Linz passenden Angebot, schließen müssen, wollen wir aber in der Entwicklung sicher keinen Rückschritt machen.“

Hein kündigt an, dass der Verhaltenskodex, der mühsam mit allen in Linz aufgetretenen Anbietern erarbeitet wurde und auch verbindlich ist, erweitert wird. Es soll auch mehr Augenmerk auf die Fahrzeugflotte gelegt werden. Wir wollen in Linz keine „Wegwerf-E-Scooter“, sondern nachhaltige, stabile Systeme, die auch auf ein Akku-Wechselsystem setzen: „Unser Regelwerk hat bereits jetzt eindeutig einiges zur Beruhigung der anfänglichen Situation beigetragen. Die Festlegung auf ökologische Fahrzeuge soll den Markt für technisch hinterherhinkende E-Scooter unattraktiv machen!“, so Hein abschließend.

Hein: Verbindliche Regeln gelten für alle vier Linzer E-Scooteranbieter

Lime und Foa Ma Mobility unterzeichnen Verhaltenskodex

Nachdem der Linzer Verhaltenskodex für E-Scooter Ende August der Öffentlichkeit präsentiert wurde, haben jetzt auch die übrigen zwei Anbieter das Regelwerk unterzeichnet. „Die Entwicklung des Kodex erfolgte mit Hilfe der Linzer Verkehrsplanung, des Stadtpolizeikommandos sowie der Anbieter. Es freut uns, dass unser Linzer Verhaltenskodex so breite Zustimmung findet und von allen mitgetragen wird“, erklärt der Linzer Infrastrukturreferent Markus Hein.

Die Unternehmen Circ und Tier waren bereits im Entwicklungsprozess intensiv eingebunden und haben auch an der Präsentation des Verhaltenskodex mitgewirkt. Mit Foa Ma Mobility, einem oberösterreichischen Unternehmen, und dem weltweit agierenden Anbieter „Lime“ haben sich jetzt alle vier in Linz vertretenen Betreiber dem Verhaltenskodex angeschlossen. Der Kodex enthält in Form von 11 Punkten die „Dos“ und „Don‘ts“ sowie die Rahmenbedingungen für die Verleihfirmen. „Mittels klarer Regelungen soll eine effiziente Zusammenarbeit zwischen den betreibenden Unternehmern und der Stadt Linz sichergestellt werden“, so Hein abschließend.

Zum Inhalt des Verhaltenskodex: https://www.linz.at/medienservice/2019/201908_102660.php