Jahreskarte für „Öffis“ soll – wie in Wien und Graz – günstiger werden

„Durch den Ausbau des öffentlichen Verkehrs will die Politik mehr Autofahrer zum Umstieg auf Bus und Bim bewegen – allerdings sind die Jahreskarten in Linz verglichen mit anderen Städten relativ teuer“, kritisiert der Linzer FPÖ-Obmann StR Detlef Wimmer. „Während in Linz bei kleinerem Streckennetz immerhin 378 € fällig sind, kostet eine Jahreskarte in der Bundeshauptstadt Wien künftig nur 365 € und auch in der größeren Stadt Graz lediglich 352 €. Wenn mehr Menschen mit den ‚Öffis’ fahren sollen, muss sich das schleunigst ändern!“

Für den freiheitlichen Stadtrat hat eine pauschal bezahlte Jahreskarte mehrere Vorteile: „Sie bewirkt, dass einzelne Fahrten im Zweifel mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden, da keine Zusatzkosten entstehen. Mehr verkaufte Jahreskarten sorgen nicht nur für höhere Fixeinnahmen, sondern erzielen auch einen besseren Lenkungseffekt zu Gunsten des öffentlichen Verkehrs. Gleichzeitig sinkt die Staubelastung für Pendler und Anrainer.“

Wimmer, zugleich Aufsichtsrat der Linz AG, spricht sich deshalb für eine Ermäßigung der Jahreskarte aus. Künftig soll sie pro Tag höchstens einen Euro kosten, was der Gemeinderat schon im November auf Antrag der FPÖ beschließen kann. „Selbst dann wird der Preis im Vergleich zu Wiens Streckennetz noch höher sein. Dafür dürfen wir nicht den selben Fehler wie die Hauptstadt begehen und zeitgleich die Einzel- und Mehrtageskarten teurer machen“, betont Wimmer. Finanzielle Bedenken hat er nicht: „Bei Überschüssen von mehr als 10 Millionen Euro, die die Linz AG jährlich ausweist, können wir uns etwa 80.000 Euro im Jahr (also nicht einmal ein Prozent) sicherlich leisten. Mittelfristig werden mehr Kunden die niedrigeren Einnahmen ausgleichen. Die Vorteile der Preissenkung überwiegen deutlich!“