Riha: Öffentlichen Verkehr für Senioren attraktivieren

Ermäßigungen für Senioren bei Einzelfahrten als Anreiz zur Nutzung des ÖV

Täglich nutzen tausende Menschen in Linz Busse und Bahnen, um von A nach B zu kommen. Von Menschen, die ihren Arbeitsweg bestreiten, über Schüler, bis hin zu Touristen, die von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten kommen wollen. „Auch Senioren nutzen die Öffis. Jedoch meist nicht so regelmäßig wie etwa Schüler oder Berufstätige“, sagt die freiheitliche Gemeinderätin und Obfrau des Linzer Seniorenrings Brigitta Riha. „Es gibt für Senioren Ermäßigungen auf Jahres- oder Monatstickets. Meist nutzen sie die Öffis aber nur sporadisch und in Anlassfällen, sodass sich der Kauf eines solchen Tickets nicht lohnt. Bei Einzelfahrten wird jedoch kein Anreiz geschaffen, um auch ältere Menschen in die öffentlichen Verkehrsmittel zu bringen, sofern sie keinen Aktivpass besitzen.“

„Gerade für ältere Menschen ist es wichtig, dass sie dazu animiert werden, mit den Öffis zu fahren. So bleiben sie mobil und das fördert natürlich auch ihr soziales Leben“, erklärt die Freiheitliche. „In anderen Städten, etwa in Wien, sind ermäßigte Seniorentickets fester Bestandteil des öffentlichen Verkehrs. Für Linz ist es ebenso wünschenswert, vergünstigte Seniorentickets einzuführen. Alternativ dazu könnte man für Senioren, die sich als solche ausweisen können, auch die Möglichkeit schaffen, dass Kurzstreckentickets für eine Langstrecke genutzt werden dürfen und Langstreckentickets als 24-Stunden-Tickets gelten“, meint Riha, die in der kommenden Gemeinderatssitzung eine Resolution an die „Linz AG Linien“ bezüglich Seniorentickets einbringen wird.