Raml: OÖGKK lässt Patienten bei Zeckenimpfung im Stich

Nacht und Nebelaktion ist nicht patientenfreundlich

„Die plötzliche Beendigung der Zeckenimpfaktion der OÖGKK ist eine unnötige ‚Nacht und Nebel Aktion‘ auf dem Rücken der Patienten!“, erklärt Stadtrat Michael Raml, der letzte Woche als Gesundheitsreferent der Stadt Linz angelobt wurde. Bekanntlich erklärte die OÖGKK vor wenigen Tagen ihre Impfaktion zu beenden, was fast eine Vervierfachung des Preises für eine Zeckenschutzimpfung bedeutet. „Diese Leistungskürzung der OÖGKK wäre nicht notwendig gewesen. Das hat auch das Sozialministerium bestätigt“, stellt Raml klar, der besonders darüber empört ist, dass die Beendigung der Aktion nicht rechtzeitig angekündigt wurde. „Das städtische Gesundheitsamt, das auch Impfungen durchführt, hätte die zusätzlich benötigten Impfstoffe schon vor Monaten bestellen müssen. Die Gebietskrankenkasse hat die Leistungskürzung aber still und heimlich geplant. Das ist weder seriös noch patientenfreundlich.“

Wie fälschlicherweise verbreitet wurde, steht diese Maßnahme der OÖGKK keineswegs in Zusammenhang mit der Reform der Sozialversicherungsträger. „Durch die gerade in Umsetzung befindliche Reform wird ein schlankeres System geschaffen, wodurch Ressourcen aus dem Bereich der Verwaltung eingespart werden. Diese werden schließlich dem Patienten in Form von Leistungen zugutekommen. Dadurch wird für die Versicherten Gerechtigkeit geschaffen und keine Verschlechterung eintreten“, erklärt der freiheitliche Stadtrat. „Warum genau die Gebietskrankenkasse ihre Impfaktion nun plötzlich beendet bleibt fraglich. Aber Maßnahmen, die aus heiterem Himmel eine deutliche Preissteigerung auf Kosten der Gesundheit unserer Bürger mit sich bringen, zeigen die dringende Notwendigkeit einer Reform auf!“, schließt der Gesundheitsreferent.