Raml: Ärzte besser vor Angriffen schützen!

Besorgniserregendem Trend zu mehr Gewalt gegen Gesundheitspersonal entgegenwirken

Die Ärztekammer bestätigt, dass die Anzahl an Aggressionen und Tätlichkeiten gegen Gesundheitspersonal in Spitälern und Ordinationen beängstigend zunimmt. Erst letzte Woche kam es in einem Wiener Spital zu einem wahnsinnigen Vorfall, als ein subsidiär schutzberechtigter Mann aus Sierra Leone auf einen Oberarzt einstach und ihn schwer verletzte. „Die Entwicklung hin zu mehr Gewalt gegen Ärzte und Pflegepersonal ist besorgniserregend. Diesem Trend muss rasch und konsequent entgegengewirkt werden“, sagt der Linzer Sicherheitsstadtrat Michael Raml. Die Ärztekammer erachtet es als dringend notwendig, härtere Strafen zu verhängen. „Ich stehe härteren Strafen bei Angriffen gegen Ärzte offen gegenüber. Wer anderen Menschen hilft, hat sich den besten Schutz des Strafrechts verdient!“

Nach dem Gewaltvorfall in Wien wurde unter anderem diskutiert, ob man in Spitälern Sicherheitsschleusen einrichten soll. „Es ist traurig, dass man mittlerweile über solche Maßnahmen in Krankenhäusern ernsthaft nachdenken muss. Aufgrund solcher Entwicklungen ist es nicht verwunderlich, dass der Arztberuf unattraktiver und der Ärztemangel gleichzeitig größer wird“, so der freiheitliche Raml. „Vor allem in Städten, so wie auch in Linz, hat man mit dem Ärztemangel zu kämpfen. Doch gerade hier hat man oftmals auch mit ´schwierigeren´ Patienten und großem Andrang zu tun. Dass sich viele Ärzte dann für einen anderen Standort entscheiden, ist leider wenig überraschend.“