Kleinhanns: Linz kann auf Muezzin-Gesänge verzichten!

Provokantes „Kunstprojekt“ zur Weihnachtszeit unnötig

Ab 2. Dezember wird in Linz öffentlich zum islamischen Gebet gerufen – über Lautsprecher und für jeden in der Nähe hörbar. „In Linz braucht es keinen Muezzin! Wir können auf diese Gesänge getrost verzichten. Wir leben nicht in einem islamischen Staat. Es ist nicht nötig, Muslime lautstark zum Gebet zu rufen“, sagt der freiheitliche Fraktionsobmann Günther Kleinhanns. „Solche ´Kunstaktionen´ empfinden sehr viele Linzerinnen und Linzer als pure Provokation. Noch dazu, wenn sie in der traditionellen Weihnachtszeit stattfinden. Es scheint so, als würde hier bewusst versucht, die eigene Kultur mithilfe des Islams zurückzudrängen!“, mutmaßt Kleinhanns.

Finanziert wird dieses „Kunstprojekt“ von öffentlicher Hand, also vom Steuerzahler. Der Veranstalter ist das „Offene Kulturhaus“, welches ein Teil des „OÖ. Kulturquartiers“ ist – dieses wird jährlich mit mehreren Millionen Euro vom Land OÖ gefördert. 2017 waren es fast 5 Millionen Euro. „Wie kommen die Bürger dazu, dass ihr Steuergeld für solche Zwecke verwendet wird? Sicherlich sind viele von ihnen nicht damit einverstanden, dass sie für die Gebetsrufe eines Muezzins bezahlen müssen!“, so der Freiheitliche.

Auch die österreichische Islam-Expertin Laila Mirzo hat sich zu dem Projekt, das laut den Initiatoren den Islam als Religion des Friedens zeigen soll, zu Wort gemeldet. „Ich begrüße Projekte, die sich für den interreligiösen Dialog einsetzen und die Friedfertigkeit des Glaubens betonen. Dabei sollte man aber seine kritische Urteilsfähigkeit nicht verlieren. Denn Mohammed predigte nicht nur Barmherzigkeit. Der islamische Prophet rief zum Kampf gegen Nichtmuslime auf, solange, bis der Islam über die ganze Welt gesiegt hat“, erklärt die Islam-Expertin Mirzo. „Ob es im Hinblick darauf erfreulich ist, dass nun in Linz der Muezzin das islamische Gebet ausruft? Das kann wohl jeder Bürger für sich selbst entscheiden“, schließt Kleinhanns.