Hein: Wohnmobile statt AEC-Besucher nutzen den Privatparkplatz des AEC am Jahrmarkt

Zwischenstopp für Reisende wäre denkbar – ist rechtlich zurzeit aber nicht möglich

In den letzten Wochen haben die Wohnmobile am AEC-Parkplatz, der eigentlich im Zuge des Bauverfahrens als Parkplatznachweis für Besucher des AEC und Cubus gilt, enorm zugenommen. „In den frühen Morgenstunden sind 30 oder mehr Wohnmobile keine Seltenheit mehr“, berichtet Infrastrukturreferent Markus Hein: „Es ist sicher ein nettes Körberlgeld für das AEC, aber sicher nicht im Sinne des Erfinders. Der Parkplatz ist für Besucher und nicht für auswertige Camper gedacht!“

Dass ein entsprechender Bedarf für Wohnmobile in der Stadt vorhanden sein dürfte, zeigt die derzeitige Situation. „Es ist auch in anderen Großstädten nicht unüblich, solche Flächen für Reisende als Zwischenstopps anzubieten. Natürlich wäre das Jahrmarktgelände wegen seiner Größe und Lage bestens dafür geeignet. Erlaubt ist es zurzeit allerdings wegen der fehlenden Widmung nicht“, erklärt Hein: „Wenn wir dieses Angebot Reisenden zur Verfügung stellen wollen, müssen wir eine entsprechende Umwidmung in die Wege leiten. Ich stehe dem offen gegenüber!“

Das Jahrmarktgelände ist wegen seiner Mischnutzung und Lage – Retentionsgebiet – ein nicht ganz unproblematisches Areal. Bauliche Anlagen dürften nicht errichtet werden. „Duschen oder WCs müssten mobil sein, damit im Falle eines Hochwassers diese auch wieder rasch entfernt werden können“, erklärt Hein: „Wenn rechtlich gesehen mobile Toilettenanlagen einer Strom-, Wasser- und Abwasserversorgung nichts im Wege steht, könnte ein eigener Bereich (nicht der AEC-Parkplatz) des Jahrmarktgeländes als Zwischenstopp legal und einem entsprechenden Tarifsystem durchaus interessant und realisierbar sein!“ Eine Renaissance eines Pendlerparkplatzes gibt Vizebürgermeister Hein aber eine klare Absage: „Das wäre verkehrspolitisch der falsche Weg und kommt für mich nicht in Frage!“