Es wird Zeit, das Vorwahlversprechen der Initiative „Brücke für Linz“ einzulösen

Hein„Die Plattform ‚Brücke für Linz‘, an der auch einige prominente Linzer beteiligt waren, hat den Linzer Bürgern vor der Wahl versprochen, dass es für die Reste der Eisenbahnbrücke – wenn die Entscheidung für einen Neubau getroffen werden sollte – eine sinnvolle Nachnutzung geben werde. In diesem Zusammenhang wurde unter anderem auch ein Ideenwettbewerb veranstaltet. Unter den 93 Ideen wurde nach einer mehrstündigen Sitzung ‚The Floating Garden‘ als Siegerprojekt ermittelt. Das Geld zur Realisierung des Projekts wollte die Plattform mittels Spenden aufbringen“, erinnert Infrastrukturstadtrat Markus Hein.

„Die Wahl wurde im Herbst geschlagen und die Linzer und Linzerinnen haben sich für einen Neubau der Brücke entschieden. Seit der Wahl ist es aber um die Initiative ‚Brücke für Linz‘ sehr ruhig geworden. Weder die Initiative selbst (Mitbegründer SPÖ-Gemeinderatskandidat Mag. Thomas Gegenhuber) noch die prominenten Unterstützter lassen Aktivitäten erkennen, die darauf hindeuten, dass dieses Wahlversprechen eingelöst werden soll“, ist Hein verwundert: „Es ist sehr fragwürdig, dass den Menschen vor der Wahl große Versprechen gemacht werden, an die sich nach der Wahl keiner erinnern kann oder will – solch eine Politik lehne ich strikt ab.“

„Die Zeit drängt, denn der Abriss der alten Eisenbahnbrücke beginnt in Kürze. Gegenhuber wollte das Projekt mit privaten Spenden, dem Verkauf von Brückenpatenschaften oder Crowdfunding finanzieren. Wenn die Initiative kein bloßer Wahlgag bleiben soll, muss sie langsam in die Gänge kommen und ihre Zusagen einhalten. Ansonsten müssten sich ihre Betreiber den Vorwurf gefallen lassen, erneut ein Wahlversprechen gebrochen zu haben“, erklärt Hein abschließend.