Hein: Neue Wege denken – Dachflächen Parks für grünere Innenstadt

Bochum zeigt mit Dachpark-Projekt, wie es auch in Linz funktionieren könnte

„Besonders das Bauland der Linzer Innenstadt weist, wegen der hohen Baudichte, einen geringen Durchgrünungsgrad auf. Den wesentlichen Anteil zum Erhalt des Grünflächenanteils tragen die vorhandenen begrünten Innenhöfe bei“, berichtet Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein: „Einen besseren Durchgrünungsgrad in der Innenstadt erreichen wir durch die konsequente Entkernung der Innenhöfe. Aber auch Oberflächen-Parkplätze werden in diesen Bebauungsplänen untersagt!“

„Ein großes Manko ist aber auch, dass die öffentlich nutzbaren Frei- und Erholungsflächen in der Innenstadt sehr begrenzt sind. Da wird sich in geraumer Zeit auch nichts ändern, wenn wir nicht in neuen Ansätzen denken.“ Hein schlägt daher vor, dass Linz durchaus durch ambitionierte Projekte,  wie beispielsweise Bochums geplanter Dachflächenpark, lernen sollte. „Auch Bochum hat ähnliche Probleme mit Frei- und Erholungsflächen im innerstädtischen Bereich. Um den Grün- und Erholungsflächenanteil dort zu verbessern, will die Stadt Bochum Parkanlagen, die über Wegverbindungen zusammenhängen, auf den Dächern der Innenstadt schaffen!“

Das Stadtzentrum von Linz verfügt zwar über 63.000 m² begrünte Dachflächen. Diese sind aber zum überwiegenden Anteil nur mit einer extensiven Dachbegrünung (10 – 15 cm Substratschicht) ausgestattet und nicht als Erholungsflächen gedacht. Eine Parkanlage würde eine Substratschicht von mindestens 50 – 60 cm (besser wären 100 cm, da könnten auch Bäume gepflanzt werden) benötigen. „Bei Neu- oder Umbauprojekten sollten wir zukünftig nicht auf die Nutzmöglichkeiten der Dächer, die ausreichend Flächen für grüne Park- und Erholungsanlagen in der Innenstadt bieten würden, vergessen. Ein sehr gutes Beispiel dafür, dass Dachflächenparks attraktiv sein können, zeigt beispielsweise das Hundertwasserhaus in Darmstadt“, so Hein abschließend.