Hein: „LIBE-Programm“ erleichtert allen Verkehrsteilnehmern den Alltag

Konzept und Ausbau der Ost-West-Achse zur Attraktivierung des ÖVs bereits im Laufen 

„Seit geraumer Zeit setzen die Stadt Linz und die LINZ AG LINIEN das Linzer Beschleunigungsprogramm (LIBE) um. Ziel dieses Programmes ist es, Fahrtzeiten im öffentlichen Verkehr zu verringern und den Komfort für Fahrgäste zu steigern,“ berichtet der zuständige Infrastrukturstadtrat Markus Hein. „In den vergangenen Jahren wurden viele Busspuren errichtet, Engstellen beseitigt und der öffentliche Verkehr an Ampelanlagen bevorrangt. Diese Schritte haben sich auf die Pünktlichkeit vieler Linien sehr positiv ausgewirkt. Was sich auch an der ständigen Steigerung der Fahrgastzahlen widerspiegelt.“ Hein merkt aber auch an, dass der Ausbau des öffentlichen Verkehrs größere Investitionen in Fahrbetriebsmittel und Fahrpersonal erforderlich macht und nicht durch Umschichtungen im Budget finanziert werden kann. Es werden dafür zusätzliche Geldmittel benötigt.

Viele Maßnahmen für die Beschleunigung, Attraktivierung und Bevorrangung des öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wurden in den letzten beiden Jahren realisiert.

Die Stadt Linz und die LINZ AG LINIEN arbeiten konsequent an weiteren Konzepten, die bis 2020 – wegen der langen Vorlaufzeiten – auch bereits umgesetzt werden könnten. Im Konkreten werden folgende Überlegungen geprüft:

  • Die Achse Prinz-Eugen-Straße (Linie 17/19) soll tiefer in die Industriezeile eingebunden werden und so wäre auch die Industriezeile besser durch den ÖV erschlossen.
  • Die Achse Mozartstraße/Weissenwolffstraße/Derfflingerstraße (Linie 46) mit den neuen Obussen soll bis zum Hafengebiet/Neuland verlängert werden.
  • Die Achse Lederergasse und die Achse Donaulände/Hafenstraße soll intensiviert werden.

Bei der Entwicklung des neuen Busnetzes sind aber nicht nur Überlegungen für eine Ost-West-Ausrichtung sondern auch für alle damit verbundenen Verkehrsbeziehungen notwendig. Auch die dynamischen Siedlungsentwicklungen, vor allem im Linzer Süden, und die möglichen Baustellen im Zuge der Errichtung der Neuen Schienenachse Linz (NSL) und der Westumfahrung, welche acht Buslinien im Bereich Hauptbahnhof betreffen wird, sind in diesem Konzept zu berücksichtigen. „Bevor aber ein derart komplexes Konzept umgesetzt werden kann (durch ein externes Unternehmen), ist natürlich die Verkehrswirksamkeit und Zweckmäßigkeit zu untersuchen. So sollen alle relevanten Quelle-Ziel-Beziehungen in Linz auch von und in die Umlandgemeinden gefunden werden“, erklärt Hein abschließend.