Gabriel: Untätigkeit spielt Bettlerbanden in die Hände

Trotz Auftrag noch immer keine Maßnahmen gegen illegale Bettlerlager gesetzt

„Illegale Bettlerlager sind in Linz ein ständig wiederkehrendes Problem. Seit zirka fünf Jahren registriert der städtische Erhebungsdienst vermehrt Gruppierungen, die zum Betteln nach Linz kommen und während ihres Aufenthalts in illegalen Zeltlagern hausen. Allein im Jahr 2017 wurden 30 illegale Camps geräumt. Dabei wurden 230 Personen angetroffen und zum Weiterziehen aufgefordert“, berichtet der Linzer FPÖ-Gemeinderat Manfred Gabriel. Auch im Bereich der Linzer Aigengutstraße ist das Problem mit solchen illegalen Zeltlagern bereits lange bekannt. Seitens der Verantwortlichen wurde es im letzten Jahr auch aufgegriffen und diskutiert. Herr werden konnte man ihm jedoch immer noch nicht.

„Im Sommer letzten Jahres wurde die Problematik rund um die Bettlerzeltlager an der Aigengutstraße vom dort ansässigen Kleingartenverein ans Licht gebracht. Ein vom Linzer Sicherheitsreferenten Vbgm Detlef Wimmer initiierter Runder Tisch mit Vertretern der Stadt Linz, Ordnungsdienst und Polizei sowie der betroffenen Grundeigentümer (ÖBB, Asfinag und Land OÖ) brachte im Oktober 2017 vielversprechende Ergebnisse.“, erklärt Gabriel. Ende des Jahres wurde schließlich das vom ÖVP-Vbgm Bernhard Baier geführte Ressort für Stadtgrün und Straßenbetreuung mit einer Ausholzung des dortigen Dickichts beauftragt. Dadurch wären potenzielle „Zeltplätze“ besser einsehbar und die ohnehin bereits sehr gute Arbeit des Erhebungsdienstes und der Polizei würde massiv erleichtert werden. „Das Dickicht wurde damals auf einer kleinen Fläche rasch beseitigt. Mittlerweile ist es jedoch wieder meterhoch nachgewachsen, weshalb hier eine erneute Aktion dringend nötig wäre. ÖBB und Asfinag haben ihre Versprechen, dass sie den entstandenen Müll entsorgen und bauliche Maßnahmen treffen werden, leider nicht gehalten. Leere Worte, denen keine Taten folgen, bringen niemandem etwas!“, empört sich der freiheitliche Gemeinderat.

„Aufgrund der nicht nachvollziehbaren Untätigkeit seitens ÖBB und Asfinag, hat sich die Situation noch immer nicht gebessert. Auch diesen Sommer campieren zahlreiche Bettler illegal in ihren Zeltlagern an der Aigengutstraße. Wenn nichts unternommen wird, spielt das nur den kriminellen Machenschaften von illegalen Bettlerbanden in die Hände. Solche verhältnismäßig kleinen Maßnahmen, die aber große Wirkung zeigen würden, sollten nicht hinausgezögert werden. Hier muss gehandelt werden!“, fordert Gabriel.