Wimmer: Ordnungsdienst-Aufsichtsrat für zivile Bettlerkontrollen

Effizienterer Einsatz gegen Profi-Bettlerbanden möglich

Eine Mehrheit im Aufsichtsrat der Ordnungsdienst der Stadt Linz GmbH (OSL) hat sich am Montag für fallweise Kontrollen der illegalen Bettelei und des sektoralen Bettelverbotes ausgesprochen. „Unsere Erfahrung zeigt, dass professionelle Bettlerbanden oft über einen Aufpasser verfügen. Wenn in Uniform kontrolliert wird, warnen Kollegen die illegalen Bettler und vereiteln die Kontrolle. Auch mobiles Betteln in Menschenmengen, wie bei Veranstaltungen auf der Landstraße, nimmt mit der warmen Jahreszeit zu. Das Bettelverbot greift oft, wird aber teilweise umgangen. Wir können die Effizienz steigern“, teilt Sicherheitsreferent Vbgm Detlef Wimmer, zugleich Vorsitzender des OSL-Aufsichtsrates, mit: „Die Geschäftsführung wird ersucht, nach Rücksprache mit dem Eigentümervertreter Bürgermeister Klaus Luger derartige Zivilkontrollen einzuführen und dem Aufsichtsrat über die Erfolge zu berichten.“

Im Vorfeld haben Landespolizeidirektor-Stellvertreter Erwin Fuchs, die Belegschaftsvertreter des Ordnungsdienstes sowie die Geschäftsführung aus ihren jeweiligen Erfahrungen berichtet. Nun könnten die Kontrollen in Zivil nach Abschluss aller notwendigen Vorbereitungen und Absprachen mit der Polizei in etwa drei bis vier Wochen starten, sofern keine ungeplanten Hindernisse auftreten. „Somit können wir gerade im Sommer besser gegen Bettlerbanden vorgehen“, ist Wimmer zufrieden.