Wimmer: Investition am Hessenpark nur mit Begleitmaßnahmen sinnvoll

Probleme wie Lärm, Suff und Müll sonst nur „behübscht“ statt verbessert

„Ohne begleitende Maßnahmen wird eine gestalterische Attraktivierung des Hessenparks nur wenig bringen oder sogar schaden. Womöglich tauchen neue Probleme auf, ohne dass die alten verbessert sind“, teilt der Linzer Sicherheitsreferent Vbgm Detlef Wimmer im Vorfeld einer heute dazu geplanten Informationsveranstaltung mit: „Gerade Maßnahmen, die viel kosten, müssen wohl überlegt sein. Anlassbezogene, neue Regeln wären viel kostengünstiger – und im Paket entstünde wahrscheinlich der bestmögliche Effekt.“

Viele Probleme gehen auf (auch nächtlichen) Lärm, Müll und teils stark alkoholisierte Personen zurück – gerade in der nun folgenden wärmeren Jahreszeit dürften die negativen Effekte wieder stärker in Erscheinung treten. Zuletzt herrschte für die Einführung eines Alkoholverbots im Park Stimmengleichheit im Gemeinderat, erinnert Wimmer: „Nach jahrelangem Streben gab es nun zumindest keine Mehrheit mehr dagegen, sondern ein Patt – für die Einführung fehlte aber leider noch eine einzige Stimme.“

„Zwar verstehe ich die teilweise ideologischen Vorbehalte nicht – welche Linzerin und welcher Linzer will schon unbedingt ein Picknick mit Alkohol in genau diesem Park machen? – aber wir müssen eben noch weiter an einem Kompromiss arbeiten“, so Wimmer, der einen neuen Vorschlag unterbreitet: „Wir können das Verbot auf ‚übermäßigen‘ Alkoholkonsum beschränken – konkret wären das ‚harte‘ alkoholische Getränke wie Schnaps (z. B. analog Jugendschutzgesetz) und größere Mengen anderer Getränke. Eine Kiste Bier oder ein paar ‚Stamperl‘ braucht man wirklich nicht, um den Park entspannt genießen zu können“, stellt Wimmer fest: „Zusätzlich wäre eine nächtliche Schließung sinnvoll, für die ähnliches gilt. Ohne zumindest einzelne Begleitmaßnahmen bringt eine große Investition wenig.“