Wimmer: Der Alk-Dschungel im Hessenpark wird endlich gelichtet

Bei Verdrängungseffekt Ausdehnung auf betroffenen Bereiche nötig

Nach jahrelangen Diskussionen, stundenlangen runden Tischen und Expertengipfeln zeichnet sich nun endlich eine Entspannung der Situation in den Linzer Hotspots ab. Wie bereits berichtet wird ein maßgeschneidertes Konzept von Schutz- und Verbotszonen mit begleitenden Sozialmaßnahmen gerade seitens Polizei und Magistrat ausgearbeitet. Die Errichtung einer Schutzzone (geplant im Hessenpark, Hinsenkampplatz und Turmstraße) ist Angelegenheit der Polizei und richtet sich gegen Drogendealer, die in weiterer Folge einfach und unbürokratisch weggewiesen werden können. Das geplante Alkoholverbot und Sozialmaßnahmen sind Sache der Stadt, die die Exzesse v.a. im Hessenpark eindämmen sollen. Die notwendige ortspolizeiliche Verordnung für das Alkoholverbot soll per Gemeinderatsbeschluss am 24. Mai abgesegnet werden.

„Der Alk-Dschungel im Hessenpark wird endlich gelichtet. Nach Wien, Graz, Salzburg und Klagenfurt schafft es nun auch Linz endlich Maßnahmen für mehr Sicherheit und Ordnung umzusetzen“, zeigt sich der Linzer Sicherheitsreferent Vbgm Detlef Wimmer erfreut und wirft einen Blick in die angesprochenen Städte. „In Graz beispielsweise wurde das Alkoholverbot am Hauptplatz mittlerweile auf große Teile der Innenstadt ausgedehnt. Seitens der Grazer Behörden ist man mit der aktuellen Situation zufrieden zumal man eine rechtliche Handhabe vorfindet, bei Bedarf Strafen auszusprechen“, so Wimmer. Im Zeitraum von 25. April 2014 bis 25. April 2018 wurden 80 Anzeigen, 276 Organstrafverfügungen, 1.431 Ermahnungen und 103 Präventionsgespräche seitens der Grazer Ordnungswache dokumentiert.

In Wien wurde vor kurzem am Praterstern ein Alkoholverbot ausgesprochen. Ein Lokalaugenschein von Vbgm Wimmer hat gezeigt, dass die Maßnahme greift. „Am Praterstern ist Ruhe eingekehrt. Den Verdrängungseffekt auf die Kaiserwiese wird man mit einer Erweiterung der Zone ebenfalls in den Griff bekommen“, ist Wimmer überzeugt und zieht Rückschlüsse auf Linz. „Es ist erfreulich ist, dass nun auch in der Linzer SPÖ der Mut vorhanden ist Probleme zu erkennen und anzupacken. Ich hoffe dieser Enthusiasmus geht nicht verloren, wenn künftige Entscheidungen notwendig sein werden. Sollte vom Hessenpark ein Verdrängungseffekt in andere Parks in der Innenstadt auftreten, werden wir eine Ausdehnung der Alkoholverbotszone auf diese Bereiche in jedem Fall einfordern!“