Stumptner: Fördert die Stadt Events, die extremistische Inhalte verbreiten?

Anfrage der Freiheitlichen soll Licht ins Dunkel bringen

Von 9. bis 10. Juni findet wieder ein Highlight im Linzer Veranstaltungskalender, die „Bubbledays“, statt. Seit 2012 trägt diese Veranstaltung mit rund 20.000 Besuchern zur Belebung des Hafenviertels bei. So großartig die „Bubbledays“ auch sind, gibt es heuer leider einen bitteren Beigeschmack. „Eine der Bands, welche dort auftreten soll, ist bekannt dafür, extremistische und gewaltverherrlichende Inhalte zu verbreiten. Konkret handelt es sich um die deutsche Hip-Hop Formation ‚Antilopen Gang‘. Textpassagen wie ‚Deutschland muss sterben‘ oder ‚Ihr seid 80 Millionen, die man abschlachten muss‘, sowie der Titel eines ihrer Alben: ‚Atombombe auf Deutschland‘ sind nur ein Beispiel ihrer extremistischen Botschaften. Ein Bandmitglied bezeichnet sich sogar selbst als linksradikal“, berichtet der freiheitliche Gemeinderat Peter Stumptner.

„Da diese Veranstaltung Fördermittel der Stadt erhält, ein Auftritt dieser Band jedoch nicht den allgemeinen Förderungsrichtlinien der Stadt Linz entspricht (§ 3, g), werde ich in der kommenden Gemeinderatssitzung diesbezüglich eine Anfrage einbringen“, kündigt Stumptner an. „Es kann nicht im Interesse der Stadt sein, Veranstaltungen zu fördern, welche Extremismus eine Bühne bieten. Auftritte dieser Art drohen das Image der Friedensstadt Linz nachhaltig zu ramponieren. Es stellt sich die Frage, in welcher Intensität geförderte Veranstaltungen anhand der Förderrichtlinien der Stadt überprüft werden und ob es den Entscheidungsträgern überhaupt bekannt war, um welche Band es sich hierbei handelt. Die Verantwortlichen sind gefordert, rechtzeitig die Reißleine zu ziehen und den besagten Auftritt abzusagen“, so Stumptner abschließend.