Hein: Im Linzer Süden könnten mehrere tausend neue Arbeitsplätze geschaffen werden

Wohnen und Arbeit müssen näher zusammenrücken, um Verkehrswege zu sparen

Im Linzer Süden leben heute ca. 19.000 Menschen von denen ungefähr die Hälfte erwerbstätig ist. Durch diverse Bauprojekte (‚Garten Ebel‘, Wohnungsbauten in Pichling, etc.) wird die Bevölkerung im Linzer Süden in absehbarer Zeit auf beinahe 30.000 Einwohner ansteigen. „Derzeit sind in diesem Bereich nur knapp 3.000 Arbeitsplätze vorhanden. Sollten dort zeitgleich keine neuen Arbeitsplätze entstehen, ist mit einem weiteren Anstieg des Pendlerverkehrs in Richtung Innenstadt zu rechnen“, warnt Infrastrukturstadtrat Markus Hein: „Wohnen und Arbeit müssen wieder näher zusammenrücken. Die ungleiche Aufteilung von Arbeitsplätzen in der Stadt ist einer der wesentlichen Gründe, warum es zu den Stoßzeiten staut!“

 Im vergangenen Infrastrukturausschuss wurde die Arbeitsplatzpotentialanalyse Linzer Süden vorgestellt. Diese Analyse wurde bereits im Jahr 2017 durch Hein beauftragt. Aus ihr geht hervor, dass in Ebelsberg (ohne dem neuen Stadtteilprojekt „Garten Ebel“) mindestens 3.500 neue Arbeitsplätze geschaffen werden können. Durch Hein wurden deshalb bereits die ersten Schritte gesetzt, um im örtlichen Entwicklungskonzept eine wesentliche Fläche östlich des Südparks von Wohn- auf Betriebsbaufunktion zu ändern. „Mit dieser Maßnahme wollen wir verhindern, dass auch auf diesen Flächen Wohnungen entstehen. Aus städtischer Sicht ist es notwendig, den Betriebspark Süd zu erweitern“, erklärt Hein weiter.

 Die Flächen im Linzer Süden könnten nun für Betriebsansiedlungen aktiviert und entsprechend bespielt werden. Ein im Gemeinderat bereits beschlossenes und längst überfälliges Betriebsansiedlungskonzept wäre endlich durch den zuständigen Wirtschaftsreferenten Vzbgm Bernhard Baier zu erstellen. Raumordnungsrechtlich haben wir alle notwendigen Daten erhoben und Fakten für diesen Bereich geschaffen. Auch die notwendige Änderung des örtlichen Entwicklungskonzeptes ist bereits im Verfahrenslauf. „Jetzt liegt es an Vzbgm Baier, Betriebe im Linzer Süden rasch anzusiedeln, damit eine bessere Aufteilung von Arbeitsplätzen über das Stadtgebiet ermöglicht wird und so Verkehrswege reduziert werden“, erklärt Hein abschließend.