Hein: Diskussion um Park+Ride Anlagen wird immer grotesker

Wegen Verhandlungen mit den ÖBB – ÖVP Bürgermeister stehen weiter auf der Bremse

Bekanntlich verweigern die ÖVP Bürgermeister ihre Unterstützung, um das sogenannte „Linzer Verkehrsproblem“ zu lösen! Ursprünglich waren für die Bürgermeister aus Walding und Ottensheim die Kosten für die Errichtung neuer Park+Ride Anlagen, trotz attraktiver Kostenbeteiligung durch ÖBB und Land – lediglich 12,5 Prozent müssten die Gemeinden tragen – zu hoch, erinnert der Linzer Infrastrukturstadtrat Markus Hein: „Es ist enttäuschend, dass trotz der angespannten Verkehrslage, keine Unterstützung – und wenn sie auch noch so klein wäre – von den meisten ÖVP Umland-Bürgermeistern zu erwarten ist!“

Die Diskussion um die Errichtung von Park+Ride Anlagen ist nicht neu! Über Jahrzehnte wird gefordert und versprochen, doch wegen des Widerstandes der Umlandgemeinden – viele vertreten die Ansicht, dass dies ohnehin nur Auswärtigen zu Gute komme – hat sich in den letzten Jahrzehnten nichts bewegt. Der Verkehr steigt stetig an, die Luftproblematik in Linz wird immer dramatischer, Umweltzonen sind auf Landesebene im Gespräch. Trotz dieser Tatsachen schauen ÖVP Umland-Politiker weg und zeigen lediglich mit dem Finger in Richtung Linz, ärgert sich Hein: „Bei so wenig Kompromissbereitschaft werden wir den Großraum Linz auch durch bauliche Maßnahmen nicht wesentlich entlasten können. Es muss sich jeder dessen bewusst sein, dass eine verbaute Stadt nicht endlose Kapazitäten dem Verkehr zur Verfügung stellen kann und soll!“

Die Diskussion um Park+Ride Anlagen im Umland wird immer grotesker. So wird nun von den verantwortlichen schwarzen Politikern im Umland die Diskussion um die Vertragsverlängerung mit den österreichischen Bundesbahnen als Ausrede herangezogen, um zu argumentieren, warum sie weiterhin bei der Errichtung von Park+Ride Anlagen auf deren Gemeindegebiet auf der Bremse stehen. Hein stellt klar: „Egal, wie die Verhandlungen ausgehen, es wird in dem in Frage kommenden Bereich sicher weiterhin ein schienengebundenes öffentliches Verkehrsmittel geben. Die jahrelange Untätigkeit, mit den aktuellen Verhandlungen kaschieren zu wollen, ist durchschaubar und billig.“ Hein richtet einen abschließenden Appell an die ÖVP, die Menschen nicht zu verunsichern, das Kirchturmdenken doch bitte zu beenden, keine Ausreden zu suchen und gemeinsam an der Lösung des Verkehrsproblems im Großraum Linz zu arbeiten.