Hein: Aktivpass-Vergabepraxis verursachte 2017 bei den LINZ AG LINIEN einen Verlust von 5,8 Mio. Euro

Nicht nur sozial Bedürftige – für die er eigentlich gedacht wäre – dürfen sich über Aktivpass freuen

„Mit dem Linzer Aktivpass können viele Vergünstigungen in unserer Landeshauptstadt in Anspruch genommen werden. Das beliebteste Angebot im Zusammenhang mit dem Aktivpass ist die äußerst günstige Monatskarte der LINZ AG LINIEN um nur zehn Euro. Dass bedürftigen Menschen eine günstige Möglichkeit eingeräumt wird, um auch mobil sein zu können, ist selbstverständlich. Dass aber jeder fünfte Einwohner in einer der wirtschaftlich erfolgreichsten Städte Österreichs sozial bedürftig und somit anspruchsberechtigt sein soll, ist nicht nachvollziehbar. Dadurch explodieren auch die Kosten und die Finanzierung wird immer schwieriger“, berichtet der Aufsichtsratsvorsitzende der LINZ AG LINIEN Markus Hein: „Die Fehlentwicklung in der Vergabe haben wir bereits aufgezeigt. Eine rasche Reform ist nun Gebot der Stunde, wenn wir diese wichtige soziale Einrichtung langfristig finanziell absichern wollen.“

Die Fehlentwicklung im Detail: Bei der Einführung der Aktivpass-Monatskarte im Jahr 2007 wurde ein Preis von 10 Euro festgesetzt. „Der Preis hat sich im abgelaufenen Jahrzehnt bis heute nicht verändert, denn es wurde nicht einmal eine Indexanpassung vorgenommen“, erklärt Hein: „Neben der fehlenden Indexanpassung hat sich auch die Anzahl der Aktivpass-Monatskarten bereits mehr als verdoppelt. Wurden laut LINZ AG LINIEN im Einführungsjahr 2007 ‚nur‘ 165.474 Aktivpass-Monatskarten verkauft, waren es im Jahr 2017 unglaubliche 351.375 Stück (etwa auf dem Niveau von 2016). Diese Zahlen belegen, dass ein dringender Reformbedarf in der Vergabepraxis dieser städtischen Sozialleistung besteht.“

Allein im Jahr 2017 verursachten die Aktivpass-Monatskarten bei den LINZ AG LINIEN einen Einnahmenentgang von 4,7 Millionen Euro (Berechnungsbasis: Preisdifferenz zur Senioren-Ermäßigungskarte). Wird noch der Einnahmenentgang der vergünstigten Einzelfahrscheine dazugezählt, betrug der Verlust in Summe unglaubliche 5,8 Millionen Euro. Geld, das für wichtige Ausbauprojekte fehlt. „Soziale Leistungen wie der Aktivpass sind für Geringverdiener gedacht. Für das ungerechtfertigte Beziehen einer steuerfinanzierten Leistung haben wir Freiheitliche daher keinerlei Verständnis. Die Linzer FPÖ hat bereits entsprechende Reformvorschläge auf den Tisch gelegt, damit der Aktivpass dort ankommt, wo er gebraucht wird, langfristig finanzierbar bleibt und schlussendlich auch abgesichert ist!“, erklärt Hein abschließend.