ÖVP verrät Familien zugunsten der Wirtschaft
„Mit dem Antrag auf völlige Öffnung der Krabbelstuben hat die ÖVP endgültig unsere Familien zu Gunsten der Wirtschaft verraten. SPÖ und Grüne haben schon bisher alles daran gesetzt, Kinder möglichst früh der familiären Sozialisation zu entziehen und diese Aufgaben in gesellschaftliche Institutionen zu verlagern. Einzig die Freiheitlichen setzten sich im Linzer Gemeinderat für die Familie als Basis einer funktionierenden Gesellschaft ein“, stellt die freiheitliche Sozialsprecherin GR Anita Neubauer fest.
In der letzten Sitzung des Gemeinderates hat die Linzer ÖVP eine Öffnung der Krabbelstuben unabhängig vom Beschäftigungsausmaß der Eltern gefordert. „Gemeinsam mit der angedachten Wochenendöffnung der Kindergärten war dies ein weiterer Versuch der ÖVP, Frauen ehestmöglich wieder dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stellen“, so Neubauer. „Der elterliche Kontakt und Zuneigung in den ersten drei Lebensjahren ist wesentlich für die Persönlichkeitsbildung. „Ein Auslagerung der Erziehungsarbeit ist nicht das, was wir Freiheitlichen unter Wahlfreiheit verstehen. Die Politik hat daher die Voraussetzungen für eine Begleitung der Kinder durch ihre Eltern zu schaffen. Statt dessen werden aber auf Bundesebene Einsparmaßnahmen im Bereich der Familien angekündigt, wie die von Staatssekretärin Marek angedachte Streichung der 13. Familienbeihilfe“.
„Mit der heute vom Landtag beschlossenen Novelle des Oö. Kinderbetreuungsgesetzes werden zwar einige eklatante Mängel beseitigt. Wir Freiheitlichen fordern jedoch weiterhin auf allen Ebenen, daß Familien die ihre Kinder bis zum verpflichteten Kindergartenjahr daheim betreuen wollen nicht finanziell benachteiligt werden“, so Neubauer abschließend.