Beabsichtigte Steigerung der Fahrpreise übertrifft Inflationsrate bei weitem.

Mag. Detlef Wimmer
Aktuellen Medienberichten zufolge ist geplant, die Tarife für die Linz AG Linien ab 01.01.2010 um rund 6 Prozent zu erhöhen. Bei Kurzstrecken-Karten soll die Erhöhung sogar über 12 Prozent ausmachen. „Vor der Gemeinderatswahl hat kein Politiker etwas von Tariferhöhungen gesagt, jetzt treffen sie uns umso härter”, kritisierte heute Stadtrat Mag. Detlef Wimmer, Bezirksparteiobmann der FPÖ Linz. „Die geplante Erhöhung liegt deutlich über der Inflationsrate und greift vor allem jene sozial schwachen Menschen an, deren Einkommen nur knapp über der Grenze für einen Aktivpaß liegt.”
Besonders unverständlich ist für Wimmer, daß die Politik einerseits versucht, mehr Menschen für den öffentlichen Verkehr zu begeistern und sie andererseits durch unverhältnismäßige Tariferhöhungen aber abschreckt. „Als Unternehmen der Stadt Linz steht die Linz AG unter öffentlicher Kontrolle. Wenn Verkehrsreferent und SPÖ-Vizebürgermeister Luger für die kommenden Jahre eine ‚Offensive für den öffentlichen Verkehr‘ verspricht, dann meint er damit hoffentlich keine ‚Tariferhöhungs-Offensive‘, wie sie uns jetzt bevorsteht”, so Wimmer. „Seit März liegt der Verbraucherpreisindex (VPI) deutlich unter einem Prozent und ist damit von den angestrebten sechs Prozent meilenweit entfernt. Auch davor erreichte die Teuerungsrate nicht einmal ansatzweise das nunmehr geplante Ausmaß der Tariferhöhung.”
Für den freiheitlichen Stadtrat steht fest: „Deshalb lehnen wir die geplante Erhöhung in der Höhe von 6 bis 12 Prozent der Tarife ab. Darüber hinaus fordern wir die anderen Linzer Parteien auf, unseren Standpunkt zu unterstützen und diese unverhältnismäßige Erhöhung gemeinsam zu verhindern!”